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Suarez lässt Uruguays Fans vom dritten WM-Titel träumen

Mit seinen zwei Toren schoss Ajax-Goalgetter Luis Suarez die Südamerikaner zum 2:1-Sieg gegen Südkorea und in den Viertelfinal.

Stephan Roth und Si
Mit zwei Toren schoss Uruguays Goalgetter Luis Suarez Südkorea ab.
Mit zwei Toren schoss Uruguays Goalgetter Luis Suarez Südkorea ab.
Der koreanische Keeper Jung Sung-ryong erwischt einen Pass von Diego Forlan nicht.
Der koreanische Keeper Jung Sung-ryong erwischt einen Pass von Diego Forlan nicht.
Uruguays Luis Suarez braucht nach einem Patzer von Jung Sung-ryong nur noch zum 1:0 ins leere Tor einzuschieben.
Uruguays Luis Suarez braucht nach einem Patzer von Jung Sung-ryong nur noch zum 1:0 ins leere Tor einzuschieben.
Luis Suarez (links)  feiert das 1:0, Jung Sung-ryong ist bedient.
Luis Suarez (links) feiert das 1:0, Jung Sung-ryong ist bedient.
Ajax-Goalgetter Luis Suarez jubelt nach seinem zweiten WM-Treffer.
Ajax-Goalgetter Luis Suarez jubelt nach seinem zweiten WM-Treffer.
Torschütze Luis Suarez nimmt die erste Gratulation von Edison Cavani auf Knien entgegen.
Torschütze Luis Suarez nimmt die erste Gratulation von Edison Cavani auf Knien entgegen.
Suarez wird von seinen Teamkollegen überschwänglich gefeiert.
Suarez wird von seinen Teamkollegen überschwänglich gefeiert.
Lee Chung-yong fügt Uruguays Fernando Muslera das erste Gegentor des Turniers zu.
Lee Chung-yong fügt Uruguays Fernando Muslera das erste Gegentor des Turniers zu.
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Die grossen Erfolge von Uruguay liegen schon weit zurück. Mancher mag gar nicht wissen, dass die «Celeste» 1930 als Gastgeber mit einem 4:2-Finalsieg gegen Argentinien die erste WM vor 90'000 Fans gewann. Auch der zweite Titelgewinn liegt inzwischen 60 Jahre zurück.

Am 13. Juli 1950 schockten die Uruguayer Gastgeber und Favorit Brasilien vor 200'000 Fans im Maracana mit einem 2:1-Finalsieg. Rios Bürgermeister hatte damals mit einer Ansprache vor dem Spiel die brasilianischen Spieler in falsche Sicherheit gewogen. «In weniger als zwei Stunden werdet ihr von Millionen als Weltmeister gefeiert, ihr, die ihr keine Rivalen habt, ihr die ich jetzt schon als Eroberer begrüsse.»

Suarez' beeindruckende Quote

Jetzt dürfen die Bewohner des 3,3-Millionen-Landes endlich wieder von Erfolgen träumen; selbst vom dritten Weltmeistertitel. Vorbei sind die Jahre, in denen ihr Team nur mit ihrer brutalen Aktionen für Aufsehen sorgte. Erstmals seit 40 Jahren gehört die «Celeste» wieder zu den besten acht WM-Teams. Die Südamerikaner, die erst via Barrage gegen Costa Rica überhaupt das Ticket für Südafrika gelöst hatten, gewannen den ersten Achtelfinal 2010 in Port Elizabeth gegen Südkorea mit 2:1. Prägend waren die Goaliefehler und eine Doublette von Luis Suarez, der nun schon drei WM-Treffer auf dem Konto hat.

Bereits nach acht Minuten brachte der Goalgetter von Ajax Amsterdam, der für die Holländer diese Saison in 46 Spielen 47 Treffer erzielt hatte, die Uruguayer in Führung. Suarez profitierte allerdings von einem schlimmen Fehler des südkoreanischen Keepers, der einen flachen Ball unterlief und sich aus spitzem Winkel bezwingen lassen musste. Auf das frühe 0:1 fand Südkorea in der ersten Halbzeit kein Gegenmittel, die Asiaten waren offensiv erschreckend harmlos und hatten Glück, dass ein Hands von Ki nicht zu einem Penalty führte.

Erstes Gegentor nach 338 Minuten

Das Geschehen änderte sich praktisch mit Wiederanpfiff. Uruguay trat sehr passiv auf und baute Südkorea damit regelrecht auf. Der Ausgleich durch das zweite Turniertor von Lee Chung-yong war die absehbare (und verdiente) Folge. Bei Uruguays erstem Gegentreffer nach 338 Turnierminuten trug Goalie Fernando Muslera mit dem unnötigen Hinauslaufen die Schuld.

Der Torhüter von Lazio Rom, der drei Minuten vor Schluss nach einem weiteren Fehlgriff beinahe das 2:2 kassierte, konnte sich letztlich bei Matchwinner Suarez bedanken. Der nun dreifache WM-Torschütze, der immer besser in Fahrt zu kommen scheint, schlenzte den Ball zehn Minuten vor Schluss aus rund 16 Metern auf phänomenale Weise via Pfosten ins Tor.

Gut ausbalanciertes Team

Das Turnier könnte für die Uruguayer durchaus noch andauern - zum im Viertelfinal mit den USA oder Ghana auch kein übermächtiger Gegner wartet. Das Offensiv-Trio mit dem omnipräsenten Atletico-Madrid-Star Diego Forlan, Suarez und Palermo-Stürmer Edson Cavani wirkt stets gefährlich. Die Abwehr um Captain und Fenerbahçe-Verteidiger Diego Lugano hat erste einen Gegentreffer zugelassen. Und das laufstarke und ballsichere Mittelfeld können einem Gegner das Leben schwermachen.

Für die Schweizer Fussball-Fans kann die Stärke Uruguays eigentlich nicht überraschen. Im März hatte die Schweiz ein Testspiel gegen die Südamerikaner in St. Gallen sang- und klanglos 1:3 verloren. Für die Tore hatten damals Forlan, Suarez und Cavani gesorgt.

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