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«Englische Rüpel gegen deutsche Gentlemen»

Vor dem Klassiker Deutschland - England im WM-Achtelfinal (16 Uhr, Redaktion Tamedia berichtet live) stellen sich die Medien in beiden Ländern voll hinter ihr Team, wie eine Presseschau zeigt.

Stephan Roth
Die norddeutsche Zeitung hat bereits das Heimflug-Ticket für Englands Star Wayne Rooney ausgestellt. «Ob Elfmeterschiessen oder nicht – am Ende wird es heißen: Goodbye England!»
Die norddeutsche Zeitung hat bereits das Heimflug-Ticket für Englands Star Wayne Rooney ausgestellt. «Ob Elfmeterschiessen oder nicht – am Ende wird es heißen: Goodbye England!»
«Gegen derlei Raubauze stehen geradezu provozierend wohlerzogene deutsche Spieler, vielleicht nicht alle genial, aber halbwegs diszipliniert. Gegen die Ungezügelten wirken Schweini, Poldi und die anderen wie deutsche Studienräte, die über Mallorcas Hügel wandern, während unten in Magaluf die Kampftrinker marodieren», sieht die Berliner Postille die Rollen klar verteilt.
«Gegen derlei Raubauze stehen geradezu provozierend wohlerzogene deutsche Spieler, vielleicht nicht alle genial, aber halbwegs diszipliniert. Gegen die Ungezügelten wirken Schweini, Poldi und die anderen wie deutsche Studienräte, die über Mallorcas Hügel wandern, während unten in Magaluf die Kampftrinker marodieren», sieht die Berliner Postille die Rollen klar verteilt.
Die englische Zeitung lässt Verteidiger Jamie Carragher versichern, dass «Wayne Rooney immer noch der Alte» ist.
Die englische Zeitung lässt Verteidiger Jamie Carragher versichern, dass «Wayne Rooney immer noch der Alte» ist.
Die Kölner Boulevard-Zeitung zeigt die Kabine, in der Jogi Löw sein Team einstimmt. Für den Express ist es die «Siegerkabine», jene der «Löwen-Bändiger».
Die Kölner Boulevard-Zeitung zeigt die Kabine, in der Jogi Löw sein Team einstimmt. Für den Express ist es die «Siegerkabine», jene der «Löwen-Bändiger».
Das Online-Portal FAZ.net kämpft gegen alte Stereotypen an und schreibt über die deutsche Mannschaft: «Das Resultat sieht man, mit allen Risiken und Nebenwirkungen, bei dieser WM: ein Team, das eine Idee und eine Identität hat. Oder sie zumindest vor Augen hat: einen aktiven, kreativen, jugendlichen Fussball.»
Das Online-Portal FAZ.net kämpft gegen alte Stereotypen an und schreibt über die deutsche Mannschaft: «Das Resultat sieht man, mit allen Risiken und Nebenwirkungen, bei dieser WM: ein Team, das eine Idee und eine Identität hat. Oder sie zumindest vor Augen hat: einen aktiven, kreativen, jugendlichen Fussball.»
«Capello fordert England zu einem Neustart auf und die Vergangenheit zu ignorieren», titelt die britische Qualitätszeitung.
«Capello fordert England zu einem Neustart auf und die Vergangenheit zu ignorieren», titelt die britische Qualitätszeitung.
Die «SZ» schaut hingegen weit in die Vergangenheit zurück: «Die deutsch-englischen Beziehungen auf dem grünen Rasen beginnen im Jahr 1908 mit einem Schlag ins Gesicht: 6000 Zuschauer in Berlin müssen mitansehen, wie das DFB-Team von einer routinierten Mannschaft der ‹Three Lions› im ersten offiziellen Freundschaftsspiel beider Nationen auseinandergenommen wird. 1:5 heisst es am Ende, einzig Fritz Förderer gelingt ein Tor für die deutsche Elf.»
Die «SZ» schaut hingegen weit in die Vergangenheit zurück: «Die deutsch-englischen Beziehungen auf dem grünen Rasen beginnen im Jahr 1908 mit einem Schlag ins Gesicht: 6000 Zuschauer in Berlin müssen mitansehen, wie das DFB-Team von einer routinierten Mannschaft der ‹Three Lions› im ersten offiziellen Freundschaftsspiel beider Nationen auseinandergenommen wird. 1:5 heisst es am Ende, einzig Fritz Förderer gelingt ein Tor für die deutsche Elf.»
Die englische Boulevard-Zeitung lässt Roxy Townsend, die Freundin von Jermain Defoe, dem Torschützen gegen Slowenien, zu Wort kommen: «Er ist der Held der Nation – und er wird es wieder tun.»
Die englische Boulevard-Zeitung lässt Roxy Townsend, die Freundin von Jermain Defoe, dem Torschützen gegen Slowenien, zu Wort kommen: «Er ist der Held der Nation – und er wird es wieder tun.»
Im englischen Sonntags-Boulevardblatt zeigen die Stars Gerrard, Terry und Rooney als «Three Lions» Zähne: «Kompromissloses Gebrüll! Unsere Jungs sind bereit für die Schlacht»
Im englischen Sonntags-Boulevardblatt zeigen die Stars Gerrard, Terry und Rooney als «Three Lions» Zähne: «Kompromissloses Gebrüll! Unsere Jungs sind bereit für die Schlacht»
Die englische Boulevard-Zeitung ist nie um ein Wortspiel um Wayne Rooney verlegen. «Er wird euch holen!», so die Warnung von Captain Steven Gerrard.
Die englische Boulevard-Zeitung ist nie um ein Wortspiel um Wayne Rooney verlegen. «Er wird euch holen!», so die Warnung von Captain Steven Gerrard.
Ein Bild der deutschen Spieler, die sich hinter Gittern vor drei Löwen verstecken, erheitert die Macher der «Sun»: «Deutsche sind in Panik vor den Three Lions.» Das englische Team wird traditionell «Three Lions» (drei Löwen) genannt.
Ein Bild der deutschen Spieler, die sich hinter Gittern vor drei Löwen verstecken, erheitert die Macher der «Sun»: «Deutsche sind in Panik vor den Three Lions.» Das englische Team wird traditionell «Three Lions» (drei Löwen) genannt.
Die deutsche Boulevardzeitung belustigt sich an Bildern, die die Engländer beim Handball zeigen. «Die spinnen, die Briten!»
Die deutsche Boulevardzeitung belustigt sich an Bildern, die die Engländer beim Handball zeigen. «Die spinnen, die Briten!»
«Ich bin hoffnungsfroh, dass wir eine Chance haben, England zu besiegen», zitiert «RP Online» die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
«Ich bin hoffnungsfroh, dass wir eine Chance haben, England zu besiegen», zitiert «RP Online» die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
«Respekt für England oder Mitleid? Fest steht nur: Die deutschen Nationalspieler werden erneut auf Löwen treffen. Streicheleinheiten sind diesmal ausgeschlossen», findet das deutsche Nachrichtenmagazin.
«Respekt für England oder Mitleid? Fest steht nur: Die deutschen Nationalspieler werden erneut auf Löwen treffen. Streicheleinheiten sind diesmal ausgeschlossen», findet das deutsche Nachrichtenmagazin.
Der ehemalige Schweizer National-Coach und jetzige Fulham-Trainer Roy Hodgson, der als möglicher Nachfolger von Fabio Capello gehandelt wird, sagt in seiner Kolumne: «Aussenverteidiger sind der Schlüssel für England.» Er hofft auf Ashley Cole und Glen Johnson.
Der ehemalige Schweizer National-Coach und jetzige Fulham-Trainer Roy Hodgson, der als möglicher Nachfolger von Fabio Capello gehandelt wird, sagt in seiner Kolumne: «Aussenverteidiger sind der Schlüssel für England.» Er hofft auf Ashley Cole und Glen Johnson.
«Jetzt oder nie für die goldene Generation», fordert der Kommentator der «alten Dame» des englischen Journalismus.
«Jetzt oder nie für die goldene Generation», fordert der Kommentator der «alten Dame» des englischen Journalismus.
«Die deutsche Elf hat die letzten beiden grossen Turnier-Vergleiche gewonnen. Im WM-Halbfinale 1990 in Italien und im EM-Halbfinale 1996 in England siegte sie jeweils nach Elfmeterschiessen und holte danach auch beide Male den Titel», schreibt die Münchner Zeitung.
«Die deutsche Elf hat die letzten beiden grossen Turnier-Vergleiche gewonnen. Im WM-Halbfinale 1990 in Italien und im EM-Halbfinale 1996 in England siegte sie jeweils nach Elfmeterschiessen und holte danach auch beide Male den Titel», schreibt die Münchner Zeitung.
Die deutsche Zeitung legt ihren Fokus auf Bastian Schweinsteiger: «Es ist erstaunlich, wie schnell aus dem Flügelflitzer-Schweini der Schweinsteiger dieser WM geworden ist. Vor drei Jahren traf man ihn noch in Münchens Clubdiskotheken mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht und einem Cocktail in der Hand. Jetzt sagt er, er beschäftige sich seit einiger Zeit mit nichts anderem mehr als seinem Beruf.»
Die deutsche Zeitung legt ihren Fokus auf Bastian Schweinsteiger: «Es ist erstaunlich, wie schnell aus dem Flügelflitzer-Schweini der Schweinsteiger dieser WM geworden ist. Vor drei Jahren traf man ihn noch in Münchens Clubdiskotheken mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht und einem Cocktail in der Hand. Jetzt sagt er, er beschäftige sich seit einiger Zeit mit nichts anderem mehr als seinem Beruf.»
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