Das WM-Aus für Marco Streller

Im Trainingslager in Crans Montana müssen die Schweizer Nati-Spieler mit einer harten Nachricht fertig werden: Sie werden ohne Stürmer Streller an die WM reisen.

Muskelfaserriss: Marco Streller.

Muskelfaserriss: Marco Streller.

Bereits am zweiten Tag des WM-Camps in Crans-Montana gab es für die Schweizer Equipe eine Hiobsbotschaft. Marco Streller (28) muss für die WM in Südafrika Forfait erklären.

Der Stürmer des FC Basel zog sich im Training einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. Streller litt zuletzt mehrfach an körperlichen Problemen. Im April verpasste der beste FCB-Stürmer (21 Tore) wegen eines Bruchs des Wadenbeinkopfs mehrere Spiele. In der Finalissima in Bern (2:0) sass er nur auf der Ersatzbank.

Tags zuvor hatte Streller sämtliche medizinischen Checks und Leistungstests in Magglingen ohne Vorbehalte bestanden. Und die ersten Einheiten im Wallis verliefen gemäss Team-Arzt Cuno Wetzel problemlos. In der Schlussphase der Meisterschaft hatte Streller indes mehrfach mit muskulären Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Ob die Hiobsbotschaft damit zusammenhängt, lässt sich zwar nicht einwandfrei belegen, ist aber anzunehmen. «Er hat sich am gleichen Oberschenkel verletzt», bestätigte Wetzel nach der MRI-Untersuchung.

Rückt Bunjaku oder Ben Khalifa nach?

Wer für Streller nachrücken wird, ist noch unklar. Auf der Pikett-Liste figurieren mit Albert Bunjaku (26, Nürnberg), der in der abgelaufenen Saison mit zwölf Treffern neuntbester Torschütze der Bundesliga war, und U-21-Nationalstürmer Nassim Ben Khalifa (18, GC, künftig Wolfsburg), der in der Super League acht Treffer erzielte, zwei Angreifer. Ein Entscheid von Nationalcoach Ottmar Hitzfeld diesbezüglich wird am Donnerstag erwartet.

Für Streller hält die Pechsträhne bei grossen internationalen Turnieren an. 2004 brach er sich im Vorfeld der EM in Portugal Schien- und Wadenbein. Bei der WM 2006 in Deutschland verschoss er im Achtelfinal gegen die Ukraine im Elfmeterschiessen einen Penalty. Und bei der Euro 2008 in der Schweiz und Österreich liessen Leistenprobleme nur einen Einsatz im Startspiel gegen Tschechien zu.

str/si

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt