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Drei Molekular-Forscher teilen sich Chemie-Nobelpreis

Ein Franzose, ein Brite und ein Niederländer erhalten den Nobelpreis für Chemie. Sie werden für die Entwicklung von molekularen Maschinen ausgezeichnet.

«Molekulare Maschinen»: Drei Forscher teilen sich den Nobelpreis in Chemie.
«Molekulare Maschinen»: Drei Forscher teilen sich den Nobelpreis in Chemie.
AFP

Der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der Brite Sir James Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard L. Feringa erhalten den diesjährigen Chemie-Nobelpreis für das Design und die Synthese molekularer Maschinen. Dies teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

«Es geht um die kleinsten Maschinen der Welt», sagte Generalsekretär Göran K. Hansson. «Sie haben Moleküle mit kontrollierbaren Bewegungen entwickelt, die eine Aufgabe erfüllen können, wenn Energie zugefügt wird», erklärte die Nobelpreisjury. «Molekulare Maschinen werden sehr wahrscheinlich für die Entwicklung von Dingen wie neuen Materialien, Sensoren und Energiespeichersystemen verwendet.»

Der Franzose Sauvage forscht an der Universität von Strassburg, der Brite Stoddart an der Northwestern University in Evanston im US-Bundesstaat Illinois und der Niederländer Feringa an der Universität von Groningen.

Preisverleihung im Dezember

Der Chemie-Nobelpreis ist mit acht Millionen Schwedischen Kronen (rund 830'000 Euro) dotiert. Er wird zusammen mit den anderen Nobelpreisen am 10. Dezember verliehen.

Im vergangenen Jahr waren Tomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar für ihre Forschung zur Reparatur des Erbguts DNA ausgezeichnet worden. Am Montag und Dienstag waren die diesjährigen Gewinner der Nobelpreise für Medizin und Physik bekanntgegeben worden.

Friedensnobelpreis am Freitag

Die Auszeichnung in Medizin ging an den Japaner Yoshinori Ohsumi für die Entschlüsselung eines lebenswichtigen Recycling-Systems in Körperzellen. Den Preis in Physik bekamen die gebürtigen Briten David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz für die Beschreibung exotischer Materiezustände zuerkannt.

Am Freitag wird preisgegeben, wer den Friedensnobelpreis erhält. Kommende Woche wird dann enthüllt, wer den Wirtschaftsnobelpreis und wer den Literaturnobelpreis bekommt.

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