Wiesel schaltet Cern-Maschine aus

Ein Wiesel hat im Europäischen Kernforschungszentrum Cern nahe Genf mit dem Teilchenbeschleuniger eine der komplexesten Maschinen der Welt ausser Gefecht gesetzt.

Der Wiederanlauf kann sich um mehrere Tage verzögern: Einer von sechs Detektoren des Teilchenbeschleunigers im Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Meyrin, Schweiz. (16. Februar 2016)<p class='credit'>(Bild: Keystone Laurent Gillieron)</p>

Der Wiederanlauf kann sich um mehrere Tage verzögern: Einer von sechs Detektoren des Teilchenbeschleunigers im Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Meyrin, Schweiz. (16. Februar 2016)

(Bild: Keystone Laurent Gillieron)

Der weltgrösste Teilchenbeschleuniger habe seinen Betrieb eingestellt, nachdem das Tier am Freitag für einen Stromausfall gesorgt habe, sagte Cern-Sprecher Arnaud Marsollier. Es sei in einen Transformator eingedrungen, der bei der Stromversorgung des Systems helfe.

Der Vorfall und weitere kleinere Störungen sorgen laut Behördenangaben dafür, dass sich der geplante Wiederanlauf des mehrere Milliarden Euro teuren sogenannten Large Hadron Collider, kurz LHC, um mehrere Tage verzögern wird. Das Wiesel ist tot – und nur noch wenig von ihm übrig, wie Marsollier sagte.

«Es braucht nur ein Wiesel, um den stärksten Teilchenbeschleuniger der Welt auszuschalten», so das «New York Magazine» auf Twitter.

Das Cern hat sich dafür bereit gemacht, neue Daten vom LHC auszuwerten. Der Teilchenbeschleuniger befindet sich in einem unterirdischen, 27 Kilometer langen Ringtunnel an der schweizerisch-französischen Grenze. Die erste Betriebsphase der Anlage hatte Ergebnisse erzielt, mit deren Hilfe die Existenz des sogenannten Higgs-Boson, eines Elementarteilchens, bestätigt wurde.

afo/sda

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