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Nachhaltig Tanzen im coolen Club

Der Club Watt in Rotterdam lockt umweltbewusste Partygänger an – mit einem interaktiven Tanzboden, der die Energie der Schritte in Strom umwandelt.

Leistungsfähige Lautsprecheranlagen, aufwändige Lichtshows und Klima- und Lüftungsanlagen, die jede Menge Strom verbrauchen: Partygänger mit ökologischen Gewissensbissen könnten in Zukunft auch unbelastet tanzen gehen, wenn ein Beispiel in Rotterdam Schule macht. Der Tanzboden des «Club Watt» nutzt die Energie der tanzenden Menschen mit Hilfe des piezoelektrischen Effekts (siehe Video), speichert sie – und versteckte Regelsysteme geben den Strom an die Lichtanlagen ab, die den Raum farbenfroh beleuchten.

Abhängig vom Gewicht und der Aktivität des Tanzes senken sich die quadratischen Elemente des Bodens mit einer Seitelänge von 65 Zentimeter um maximal einen Zentimeter ab. Diese Bewegungsenergie wird in Strom verwandelt, wobei nach Angaben der Betreiber bis zu 20 Watt pro Person gewonnen werden. Wie viel Energie insgesamt gespeichert ist, zeigt eine «Batterie»-Säule mit leuchtend roten Balken an. Droht Strommangel, sollten die Tänzerinnen und Tänzer sich also engagierter bewegen. Den Erfolg zeigt nicht nur die Säule an, sondern auch die bunte Lichtshow, die den Stromgewinn in Echtzeit visualisiert – natürlich mit modernen Energiesparlampen.

Wasser einsparen und Abfall vermeiden

Um die gesamte Diskothek zu betreiben, genügt die so gewonnene elektrische Energie freilich bei weitem nicht, wie der Club Watt auf seiner Webseite einräumt. Umso engagierter versuchen die Betreiber bei der Freundschaft zur Umwelt neue Massstäbe zu setzen. Als «erster nachhaltiger Tanzclub der Welt» nutzt er aufgefangenes Regenwasser für die Toilettenspülungen. Energiesparende Elektrogeräte sollen ebenso einen Beitrag leisten wie die «Low-waste-bars», deren Betrieb möglichst wenig Abfall hinterlassen soll.

Die «Grüne Lunge» des Clubs hingegen ist eher als eine Demonstration des guten Willens zu verstehen, denn die Pflanzen in dieser Entspannungszone dürften kaum genug Sauerstoff produzieren, um die Umweltbilanz weiter zu verbessern. Gleichwohl scheint der Idealismus der Betreiber bereits Früchte zu tragen: Wie sie gegenüber Journalisten erklärten, haben Disko-Betreiber aus mehreren Länder bereits Interesse an dem Konzept der Öko-Disko signalisiert.

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