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Eine Mischung aus Helikopter, Raddampfer und Mähdrescher

Flugzeug mit Ventilator-Antrieb: Seit fast 20 Jahren tüftelt der Amerikaner Pat Peebles an einer ungewöhnlichen Antriebstechnik.

FanWing: Der Amerikaner Pat Peebles hat ein revolutionäres Antriebskonzept mit Ventilatoren unter der Tragfläche entwickelt. Mit europäischer Hilfe soll diese Flugzeug (im Bild ein Modell) schon bald Personen und Güter transportieren.
FanWing: Der Amerikaner Pat Peebles hat ein revolutionäres Antriebskonzept mit Ventilatoren unter der Tragfläche entwickelt. Mit europäischer Hilfe soll diese Flugzeug (im Bild ein Modell) schon bald Personen und Güter transportieren.
PD
Die Fantasie von Nasa-Designern: Puffin Personal Aircraft. Dieser Einplätzer soll mit rund 240 Kilometer pro Stunde fliegen und ist für Kurzdistanzen von 50 Kilometern konzipiert. Wann und ob das Flugvehikel je fliegen wird, weiss niemand.
Die Fantasie von Nasa-Designern: Puffin Personal Aircraft. Dieser Einplätzer soll mit rund 240 Kilometer pro Stunde fliegen und ist für Kurzdistanzen von 50 Kilometern konzipiert. Wann und ob das Flugvehikel je fliegen wird, weiss niemand.
Nasa
Schon viel früher könnte dieser Konzeptflieger abheben: Er ist eine Nasa-Studie für den Jet 2020. Auch er versucht dank speziellen Flügeln den Widerstand zu verringern.
Schon viel früher könnte dieser Konzeptflieger abheben: Er ist eine Nasa-Studie für den Jet 2020. Auch er versucht dank speziellen Flügeln den Widerstand zu verringern.
Nasa
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Riesige Ventilatoren unter den Tragflächen sollen ge­nügend Auftrieb zum Abheben eines Flugzeugs produzieren. Nun könnte der ­futuristische Fan Wing mit europäischer Unterstützung möglicherweise den Flugzeugbau revolutionieren.

Ingenieure in Saarbrücken, Brüssel und Hamburg wollen die Antriebstechnik so weit optimieren, dass der Flieger Passagiere und Güter transportieren kann. «Der Fan Wing steht technologisch an der Schwelle zum bemannten Flugzeug», ist Chris May vom Lehrstuhl für Antriebstechnik der Uni Saarbrücken überzeugt. Eines Tages soll er bis zu 70 Passagiere befördern und Lasten bis zu acht Tonnen transportieren können. Konzipiert ist das Flugzeug für Kurzstrecken.

Antriebswalze mit Rotorblättern

Der grosse Vorteil gegenüber herkömmlichen Maschinen in den Augen ihres Erfinders und ihrer Förderer: Der Fan Wing hebt ähnlich wie ein Hubschrauber fast senkrecht ab und benötigt daher nur eine kurze Start- und Landebahn. Die Maschine soll dabei ruhiger und leiser als ein Helikopter fliegen und viel weniger Treibstoff verbrauchen.

Das Fluggerät sieht aus wie eine Mischung aus Helikopter, Schaufelraddampfer und Mähdrescher. Eine breite Antriebswalze mit Rotorblättern schaufelt grosse Luftmassen unter die Tragflächen. Die Saarbrücker Forscher wollen die Antriebstechnik jetzt für optimalen Auftrieb perfektionieren. Eine der zentralen Fragen ist, ob die Neigung der Rotorblätter im künftigen Modell starr oder elektrisch verstellbar sein soll. Letzteres ist sehr viel teurer.

Die optimale Neigung soll von April an vier bis sechs Monate lang in Brüssel im Windkanal getestet werden. Danach soll das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Hamburg die Details für eine Transport- und eine Passagiermaschine auslegen. Das Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union mit 600'000 Euro unterstützt.

SDA

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