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Die Deutschen pflanzen jetzt Tomaten im All

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will den Anbau von Gemüse auf dem Mond und Mars testen. Dafür wurde ein Gewächshaus-Satellit ins All geschickt.

Erfolgreicher Start: Eine SpaceX-Rakete bringt den deutschen Satelliten ins All. (3. Dezember 2018)
Erfolgreicher Start: Eine SpaceX-Rakete bringt den deutschen Satelliten ins All. (3. Dezember 2018)
U.S. Air Force, Keystone
Mit dem Gewächshaus-Satellit will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)  den Anbau von Gemüse und Tomaten im All testen.
Mit dem Gewächshaus-Satellit will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Anbau von Gemüse und Tomaten im All testen.
Carmen Jaspersen, Keystone
16 Kameras werden rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.
16 Kameras werden rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.
Carmen Jaspersen, Keystone
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Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet.

Eu:Cropis sei am Montag von der Vandenberg Air Force Base in den USA aus an Bord einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX losgeflogen, teilten SpaceX und das DLR mit.

Ziel der Forschung mit dem Satelliten ist es, Astronauten bei Missionen in der Ferne mit frischen Tomaten und anderem Gemüse zu versorgen.

Erststufe sicher gelandet

Die Erststufe der Rakete, die bereits zum zweiten Mal wiederverwendet worden war, landete danach erfolgreich auf einem speziellen Auffang-Schiff im Pazifik. Zuvor hatte der Start mehrmals verschoben werden müssen, unter anderem wegen Wartungsarbeiten an der Trägerrakete.

Im Inneren des zylinderförmigen Satelliten befindet sich ein kleines Gewächshaus mit Samen von Zwergtomaten. Im All sollen sie keimen und reifen. Der Satellit umkreist die Erde in 600 Kilometer Höhe.

In dieser Umlaufbahn soll er selbst rotieren und dabei in seinem Inneren für sechs Monate zunächst die Schwerkraft des Mondes und anschliessend sechs Monate lang die des Planeten Mars erzeugen. 16 Kameras werden rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen – mit Dünger aus künstlichem Urin – entwickeln.

SDA/chk

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