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Abschied von zwei Giganten ihrer Zeit

Die USA verabschieden sich von zwei Meisterwerken der Technik: Dem ersten atomaren Flugzeugträger und der letzten Raumfähre. Der Nachwelt bleibt nur eines der beiden erhalten.

mw
Ausser Dienst: Die Raumfähre Atlantis und der Flugzeugträger Enterprise. (Bilder: Keystone/Wikimedia Commons)
Ausser Dienst: Die Raumfähre Atlantis und der Flugzeugträger Enterprise. (Bilder: Keystone/Wikimedia Commons)

Mehr als 50 Jahre nach seinem Stapellauf hat der erste atombetriebene Flugzeugträger «USS Enterprise» das Ende seiner Dienstzeit erreicht. Das Schiff kehrte von seinem 25. Einsatz in seinen Heimathafen in Norfolk im US-Staat Virginia zurück. Nun sollen die Reaktoren abgeschaltet und demontiert werden. Möglicherweise soll der Flugzeugträger anschliessend zur Verschrottung in den US-Staat Washington geschleppt werden. Tausende Veteranen werden zu der Zeremonie am 1. Dezember erwartet, wenn die Reaktoren ausgeschaltet werden sollen.

Die «USS Enterprise» ist das zweitälteste Schiff der US-Marine nach de «USS-Constitution». Sie war in den vergangenen Jahrzehnten seit der Kubakrise 1962 bei allen grösseren Konflikten der USA im Einsatz. Ihre letzte Mission hatte den Kampf gegen Aufständische in Afghanistan zum Ziel.

Die letzte Fahrt der «Atlantis»

Es war der letzte Akt in der Geschichte des Shuttle-Programms der US-Raumfahrtbehörde Nasa: Dutzende Veteranen früherer Weltraumprogramme haben die Raumfähre «Atlantis» auf ihrer Fahrt ins Museum begleitet. In einer feierlich anmutenden Prozession wurde das Shuttle am Freitag aus einer riesigen Lagerhalle gerollt und in das 16 Kilometer entfernte Kennedy Space Center im US-Staat Florida gebracht. Die «Atlantis» war die letzte der berühmten Raumfähren, die ihre letzte Mission in einem Museum erfüllt, wo sie die Öffentlichkeit an ein Stück Raumfahrtgeschichte erinnern soll.

Mehr als 200 Mitarbeiter verfolgten die letzte Reise der «Atlantis.» Unter ihnen waren Astronauten-Grössen wie Scott Carpenter, der mit dem Mercury-Programm zwischen 1959 und 1963 einer der Pioniere der bemannten US-Raumfahrt war, Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, und Eileen Collins, die erste weibliche Shuttle-Kommandantin.

Christopher Ferguson, der die Überführung der «Atlantis» leitete, scherzte, das Raumschiff gefalle ihm besser in der «vertikalen» Position. «Es ist nur eine kurze Fahrt und wird nur einen Tag dauern. In ihrem früheren Leben ist sie viel schneller unterwegs gewesen», sagte er.

Um der Raumfähre eine reibungslose Passage zu ermöglichen, entfernten Einsatzkräfte 120 Leuchtmasten, 23 Ampeln und 56 Strassenschilder sowie eine Stromleitung. Der Transfer dauerte gut zwölf Stunden. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am Strassenrand.

Die Nasa stellte das Shuttle-Programm im vergangenen Sommer nach 30 Jahren ein. Im September war bereits die «Endeavour» in ein Museum in Los Angeles gebracht worden. Die «Discovery», die älteste der Raumfähren, ist seit April in einem Museum im Norden von Virginia zu sehen.

(dapd)

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