Mit Technologie gegen Hüftgold

Eine Ernährungsberatung könnte Nutzen aus den aufgezeichneten Daten der Sport-Apps ziehen. Das Berner Start-Up Bodygee will dies nun möglich machen.

Marcel Frikart, Oliver Fuchs, Jan Alther von Bodygee. Bild: zvg

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Zahlreiche sportaffine Menschen benutzen bereits eine App, um die sportlichen Erfolge zu messen: Dort werden Distanzen, Geschwindigkeiten und Regelmässigkeiten angezeigt. Genau solche Daten wären für eine Ernährungsberatung wichtig. «Die meisten von ihnen arbeiten jedoch noch offline», weiss Marcel Frikart, Co-Geschäftsführer von Bodygee.

Er gründete im Juli gemeinsam mit Oliver Fuchs und Jan Alther das Unternehmen mit dem Ziel, die Welt der Sportler mit denjenigen der Berater zu verknüpfen. «Die Daten werden von der App auf eine Plattform übertragen, wo sie der Berater sieht und so die Kunden online betreuen kann», erklärt Frikart weiter.

Kein Ersatz für Ernährungsberater

Wer mit der Hilfe von Bodygee abnehmen will, braucht Einiges an Technologie: Die Applikation Jawbone, ein Armband für die Datenaufzeichnung, ein Login bei Bodygee und einen Ernährungsberater. In Bern arbeitet Bodygee neu mit Figurella zusammen.

Ihr Konzept solle nicht den Berater ersetzen, sondern die Behandlung unterstützen: «Man bekommt einfach auch eine Onlinebetreuung. Der Berater kann dank der Datentransparenz lobend oder korrigierend eingreifen», erklärt Frikart weiter.

Dies soll die Bindung zwischen Coach und Kunde erhöhen und sich positiv auf den Trainingserfolg und die Ernährungsumstellung auswirken.

Kontrolle mit Cockpit

Das zeigt zumindest eine Anwenderstudie, die Bodygee mit 24 Personen während 12 Wochen durchgeführt hat. Dafür wurden auch 3D-Körper-Scans gemacht, was als Standortbestimmung und für einen Vorher-Nachher-Vergleiche praktisch sei. «Die Testpersonen fanden gerade den Scan wichtig für ihren Erfolg. Dieser kann schon brutal sein, aber hat den meisten als Motivation geholfen», sagt Frikart.

Die Daten und Fortschritte wurden in der eigens entwickelten Webplattform «Cockpit» dargestellt. Alle der Probanden hätten laut seinen Angaben ihre Ziele erreicht und niemand habe abgebrochen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.11.2015, 07:38 Uhr

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