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So detailliert hat man die Sonne noch nie gesehen

Das neue und weltgrösste Solar-Teleskop auf Hawaii hat neue Aufnahmen der Sonnenoberfläche geliefert – und man sieht jedes «Fältchen».

Aufnahme der Sonnenoberfläche mit dem Daniel K. Inouye Solar Telescope. (Video: Tamedia)

Wie ein Haufen Goldnuggets sieht das Bild aus, welches das neue Daniel K. Inouye Solar Telescope (DKIST) von der Sonne geschossen hat. Das Teleskop steht auf dem Gipfel des Bergs Haleakala auf der Insel Maui, Hawaii. Die Oberfläche unseres Zentralgestirns sei so detailliert wie nie zuvor zu sehen, sagen Wissenschaftler von der Universität Hawaii. Oberflächenmerkmale von nur 30 Kilometern Grösse seien zu erkennen.

Bei der zellartigen, gelb-orangenen Oberflächenstruktur handle es sich um heisses Plasma – eine Art Gas aus geladenen Atomkernen und Elektronen –, das die gesamte Sonnenoberfläche bedecke, heisst es in einer Medienmitteilung der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF), die das Teleskop finanziert hat. In den hellen Zentren der Zellen steige heisses Plasma auf, kühle sich dann ab und sinke in den dunklen Gräben zwischen den Zellen wieder unter die Oberfläche ab. Jede der Zellen sei in etwa 15-mal so gross wie die Fläche der Schweiz.

Das Inouye Solar Telescope der NSF werde in der Lage sein, die Magnetfelder in der Sonnenatmosphäre, der Korona, abzubilden, «wo sich Sonneneruptionen ereignen und das Leben auf der Erde beeinflussen», sagt die NSF-Direktorin France Córdova. «Das Teleskop wird unser Verständnis von den Ursachen des Weltraumwetters verbessern und uns letztlich helfen, bessere Vorhersagen von Sonnenstürmen zu machen.»

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