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Zieht ein zweiter Bär durch Graubünden?

Schafsrisse deuten auf einen zweiten Braunbären neben M25 im Unterengadin hin. Gesehen wurde das Raubtier aber noch nicht. Es sei, als ob er fliegen könnte, heisst es bei den Behörden.

Sitzt hier friedlich auf einer Mauer am Strassenrand. Nun befindet er sich bereits wieder in Italien: M25 bei Zernez im Unterengadin. (9. Mai 2014)
Sitzt hier friedlich auf einer Mauer am Strassenrand. Nun befindet er sich bereits wieder in Italien: M25 bei Zernez im Unterengadin. (9. Mai 2014)
Peter Balscheit, Leserreporter
Riss im Unterengadin rund ein Dutzend Schafe und einen Esel: Der Bär M25 bei Zernez. (9. Mai 2014)
Riss im Unterengadin rund ein Dutzend Schafe und einen Esel: Der Bär M25 bei Zernez. (9. Mai 2014)
Peter Balscheit, Leserreporter
Daniel und Martina Stecher
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Ein vor einem Monat im Val S-charl, einem Seitental des Unterengadins, gerissenes Schaf wurde von einem Bären, aber definitiv nicht von M25 getötet, der sich seit Anfang Mai abwechselnd in Graubünden und in Oberitalien aufhält. Zu diesem Befund gelangten die Bündner Jagdbehörden, nachdem sie das getötete Schaf hatten untersuchen lassen.

Vermutlich der gleiche Bär schlug vergangene Woche wieder zu - und wieder im Val S-charl. Mehrere Schafe und ein Rind wurden von einem unbekannten Bären gerissen, wie der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi heute eine Meldung des Portals Suedostschweiz.ch bestätigte.

M25 reisst in Norditalien Esel

Bei beiden Angriffen befand sich Bär M25 nachweislich in Norditalien. Die Behörden stehen vor einem Rätsel, insbesondere deshalb, weil der unbekannte Angreifer weder vor den Rissen im Val S-charl noch danach von irgendjemanden gesehen wurde. Auch Spuren wurden nicht entdeckt. «Es ist, als ob er fliegen könnte», sagte Brosi zur Nachrichtenagentur SDA.

Derweil hat Bär M25 in Oberitalien wieder von sich reden gemacht, als er sich Ende letzter Woche seine bevorzugte Beute holte. Im Val di Togno, oberhalb Sondrio, tötete das Raubtier vier Esel, die auf einer unbewachten Weide auf 2200 Metern über Meer grasten. Aufgrund von Signalen wurde festgestellt, dass sich M25 in dieser Gegend aufgehalten hatte.

M25 hatte schon Anfang August im Bündner Südtal Puschlav zwei Esel aus einer Herde mit zehn Tieren gerissen. Dabei liess er sich selbst von einem Dreifach-Elektrozaun nicht stoppen.

SDA/wid

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