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So ist die Milchstrasse entstanden

Astrophysiker der Universität Zürich haben zusammen mit Forscherkollegen aus den USA die erste Simulation entwickelt, die die Entstehung der Galaxie zeigt.

Gibt einen Einblick in die Geburt der Milchstrasse: Simulation der Universität Zürich. (Video: Universität Zürich)

Forscher der Universität Zürich haben Supercomputer berechnen lassen, wie die Milchstrasse entstanden ist. Dabei entstand erstmals ein wirklichkeitsgetreues Abbild unserer Heimatgalaxie - ein Nachweis dafür, dass die heutigen Theorien der Astrophysik stimmen.

Die Forscher um Lucio Mayer vom Institut für Theoretische Physik der Uni Zürich stellen ihre Resultate gemeinsam mit Kollegen der University of California in Santa Cruz im Fachblatt «Astrophysical Journal» vor. Bisher seien alle Versuche gescheitert, die Entstehung von Spiralgalaxien zu simulieren, teilte die Uni Zürich mit.

Bisherige Simulationen endeten entweder damit, dass die errechneten Galaxien im Zentrum viel mehr Sterne aufwiesen als in Wirklichkeit beobachtet, oder dass die gesamte Sternenmasse der Galaxie viel zu gross war. Die neue Simulation zeichnet nun erstmals ein realistisches Bild der Entstehung der Milchstrasse.

Sterne am Milchstrassenrand

Für die Berechnungen nutzten die Forscher den Supercomputer «Monte Rosa» am Rechenzentrum der ETH Zürich in Manno TI und einen Supercomputer der US-Weltraumbehörde Nasa. Ein regulärer PC hätte für die Rechenoperationen 570 Jahre gebraucht. Die Simulation gestattet im Zeitraffer einen Einblick in die Entstehung der Milchstrasse.

Ihren Anfang nahm unsere Heimatgalaxie weniger als eine Million Jahre nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren. Am Ende der Simulation resultiert eine schmale, gekrümmte Scheibe, die den astronomischen Beobachtungen entspricht. Die Simulation basiert auf einem Modell, das Mayer letztes Jahr im Fachmagazin «Nature» publiziert hat.

Die Berechnungen sagen zudem voraus, dass es auch am äussersten Rand der Milchstrasse Sterne geben muss. Diese schwach leuchtenden, sechshunderttausend Lichtjahre entfernten Sterne können aber mit heutiger Technik nicht aufgespürt werden. Erst die nächste Generation von Raumsonden und Teleskopen werde dies möglich machen, heisst es in der Mitteilung.

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