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Richter stoppen höchstgelegenes Goldbergwerk der Welt

Ein Gericht in Chile urteilte zugunsten der Ureinwohner: Das Unternehmen Barrick muss sich bei ihrem Goldbergwerk in den Anden an strikte Umweltschutz-Vorgaben halten. Das könnte dessen Ende bedeuten.

Barrick muss alle Umweltschäden beseitigen: Maschinen und Fässer mit Chemikalien im Norden von Chile. (Archivbild)
Barrick muss alle Umweltschäden beseitigen: Maschinen und Fässer mit Chemikalien im Norden von Chile. (Archivbild)
Keystone

Ein chilenisches Berufungsgericht hat den Bau des höchstgelegenen Goldbergwerks der Welt gestoppt: Es gab Ureinwohnern Recht, die von der Mine in den Anden eine Verseuchung ihres Wassers flussabwärts befürchten.

Ein Anwalt der klagenden Diguita-Indianer, Lorenzo Soto, sagte, das Urteil könnte das 2006 begonnene Projekt beenden, für das 8,5 Milliarden Dollar veranschlagt sind. Das kanadische Bergbauunternehmen Barrick Gold erkannte das Urteil an, sagte aber nicht, ob es den Rechtsweg weiter beschreiten werde.

Umweltschäden beseitigen

Der weltgrösste Goldbergbaukonzern Barrick Gold wurde von dem Berufungsgericht aufgetragen, alle seine den Umweltschutz betreffenden Versprechen einzuhalten, bevor der Bau der Pascua-Lama-Mine im Grenzgebiet mit Argentinien fortgesetzt werden darf.

Zudem muss das kanadische Unternehmen Umweltschäden beseitigen, die bereits in Flüssen entstanden sind, die durch das Indianergebiet fliessen. Eine weitere Auflage ist die Beobachtung der drei Gletscher in unmittelbarer Nähe zu dem Bergbauprojekt.

Goldabbau um Jahre verzögert

Die chilenische Umweltschutzbehörde hatte bereits einen Baustopp verfügt, bis Barrick Systeme gebaut hat, die verhindern, dass die Goldmine die tiefer gelegene Wasserscheide verseucht. Barrick hat das zugesagt. Bis 2014 solle das Wassermanagement fertig sein.

Die Entscheidung geht aber noch einen Schritt weiter, weil sie Reparaturen der Flüsse verlangt, die durch das Land der Diaguita-Indianer fliessen. Das Wasser der Flüsse ist unerlässlich für das Überleben in der chilenischen Atacama-Wüste.

Der Beginn des Goldabbaus in der von Argentinien und Chile gemeinsam geplanten Mine wird sich nun um mehrere Jahre verzögern.

AP/chk

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