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Rettungsaktion für Schweizer Quittenbäume

Um das Überleben der Quittenbäume zu ­sichern, werden alte Exemplare gesucht. So sollen krankheitsresistente Sorten gefunden werden.

Zwischen 1950 und 1990 hat sich die Zahl der Quittenbäume mehr als halbiert.
Zwischen 1950 und 1990 hat sich die Zahl der Quittenbäume mehr als halbiert.
Andreas Blatter

Weltweit gibt es rund 200 Quittensorten. In der Schweiz wachsen vermutlich nur wenige davon. Exakt weiss das allerdings niemand, denn der Bestand der Quittenbäume wurde noch nicht genau untersucht. Das will die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten Fructus nachholen. «Es geht darum, das Überleben der Quitten zu sichern», sagt Klaus Gersbach, der das Projekt gestartet hat. Denn zwischen 1950 und 1990 hat sich die Zahl der Quittenbäume mehr als halbiert.

Zum einen, weil viele Bäume dem Feuerbrand zum Opfer gefallen sind. Die Quitte ist für die Bakterienkrankheit besonders anfällig. Zum anderen hat man teilweise gesunde Quittenbäume absichtlich gefällt. Dies, um zu verhindern, dass sich der Feuerbrand ausbreitet und dann wertvolle Apfel- und Birnenkulturen angreift.

Resistente Sorten suchen

Nun sucht Fructus mit Unterstützung des Bundesamts für Landwirtschaft alte Quittenbäume, welche die Krankheit überlebt haben. Diese sollen geprüft und die robusten Sorten vermehrt werden. So, hofft Projektleiter Gersbach, kann sich der Bestand erholen und gleichzeitig gesund bleiben.

Dazu braucht es die Hilfe der Bevölkerung. Wächst bei Ihnen ein alter Quittenbaum mit einem Stammumfang von 130 Zentimetern oder mehr? Dann melden Sie das Exemplar bei Fructus unter info@fructus.ch.

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