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In diesen Städten stinkt es zum Himmel

Schmutzige Luft schränkt die Lebensqualität ein – und kann gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Eine Studie zeigt, wo die Belastung am höchsten ist. In Schweizer Städten atmet man schlechter, als man denkt.

ami

Über zwei Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an den Folgen von Smog, Abgasen und Feinstaub. Das schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Anfang Woche eine Statistik zur Luftverschmutzung in Städten rund um den Globus veröffentlicht hat. Die Daten stammen von den lokalen Messstationen von beinahe 1100 Städten in 91 Ländern, der grösste Teil wurde in den Jahren 2008 und 2009 erhoben.

Als wichtigsten Indikator für gesunde – oder eben schädliche – Luft gibt die WHO die Konzentration des Kleinstpartikels PM10 an. Damit werden Teilchen in der Luft bezeichnet, die ein tausendstel Millimeter oder weniger messen. Sie können tief in die Lungen eindringen, in den Blutkreislauf gelangen und verschiedene Organe schwer schädigen. Der WHO-Grenzwert für die Konzentration von PM10 liegt bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und Jahr.

Asien unter der schwarzen Wolke

Die Stadt mit der weltweit schlechtesten Luftqualität ist Ahwaz im Iran, wo der Grenzwert fast um das Achtzehnfache überschritten wird. Von den zehn schmutzigsten Städten liegen drei weitere im Iran sowie je zwei in Indien und Pakistan. Über dem asiatischen Kontinent dürfte die schwarze Wolke am dichtesten sein.

Doch auch die drei Schweizer Städte, die in der Erhebung berücksichtigt wurden, liegen knapp über dem Grenzwert (siehe Grafik ganz oben). In Europa liegen die Werte im Schnitt höher als in den Autoländern USA und Kanada. Nordamerikanische Städte führen die Rangliste auf der «sauberen Seite» auf den ersten 80 Plätzen konkurrenzlos an. Dort begünstigen eine geringe Bevölkerungsdichte und die geografische Lage die Luftqualität. Doch auch in US-Metropolen wie New York ist die Luft sehr sauber.

Eine der schmutzigsten mitteleuropäischen Städte ist die italienische Industriehochburg Turin. Zu den Hauptverursachern von Luftverschmutzung zählt die WHO denn auch Fabrikschlote und natürlich den motorisierten Verkehr. Aber auch das Verbrennen von Biomasse, Brennholz und Kohle tragen ihren Teil dazu bei. Bei der Erhebung der Daten wurden Messstationen an sogenannten Hotspots, wie etwa Autobahnkreuzungen, nicht berücksichtigt, um die Ergebnisse nicht zu verzerren.

Würden ihre Richtlinien weltweit befolgt, so schätzt die WHO, würden über eine Million Menschen weniger an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

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