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Ein Tier taucht wieder auf

Das Sumatra-Nashorn galt auf Borneo seit den 90er-Jahren als ausgestorben – auch weltweit gibt es nur noch etwa 200 Exemplare. Nun haben Tierschützer auf der Insel aber eindeutige Spuren entdeckt.

Sehr seltenes Exemplar: Ein Sumatra-Nashorn. (Archivbild)
Sehr seltenes Exemplar: Ein Sumatra-Nashorn. (Archivbild)
Keystone

Tierschützer haben Hinweise auf eine bislang unbekannte Nashorn-Population im Osten Borneos entdeckt. Bislang galt das Sumatra-Nashorn auf der asiatischen Insel – bis auf wenige Exemplare im äussersten Nordosten – als ausgestorben.

Experten fanden Abdrücke von Hufen. Ausserdem entdeckten sie Schlammlöcher wie die, in denen die Nashörner sich gerne suhlen, und Stämme, an denen sich offenbar Nashörner gerieben hatten, berichtete die Umweltstiftung WWF in Jakarta.

In der Region von West Kutai im Osten Borneos galten die Tiere seit den 90er-Jahren als ausgestorben. «Das ist frischer Wind für alle Schutzbemühungen», teilte der WWF mit.

Nur noch 200 Exemplare weltweit

Es gibt nach Schätzungen weltweit nur noch 200 Sumatra-Nashörner in freier Wildbahn, die meisten davon auf der indonesischen Insel Sumatra. Etwa 25 Tiere werden noch im Nordosten von Borneo, in der malaysischen Provinz Sabah, vermutet.

Es ist die kleinste der noch lebenden Arten, mit einem Fell und Runzeln um die Augen. Die Tiere werden etwa 1,50 Meter gross und wiegen bis zu 950 Kilogramm.

Wilderer jagen Nashörner wegen des Horns, das in Vietnam und China zu Pulver gerieben für Unsummen als Heilmittel verkauft wird. Wissenschaftliche Beweise für die Heilkraft gibt es nicht.

SDA/rbi

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