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Die Westler fühlen sich als Goldesel und die Sherpas als Maulesel

Mitte April wurden 16 Sherpas am Mount Everest verschüttet. Dies führte zu einem Streik der einheimischen Hilfskräfte. Unser Autor war kurz nach der Tragödie vor Ort und schildert die Hintergründe.

In Trauer: Die Eltern von Ang Kaji Sherpa, der bei dem Lawinenunglück ums Leben kam. Foto: Niranjan Shrestha (AP Photo)
In Trauer: Die Eltern von Ang Kaji Sherpa, der bei dem Lawinenunglück ums Leben kam. Foto: Niranjan Shrestha (AP Photo)

Gorak Shep heisst die letzte Station auf dem Weg zum Everest-Basislager. Eine sandige Fläche mit ein paar Häusern am Rande des Khumbugletschers. Topfeben und so gross wie drei Fussballfelder. Das hätte ich nicht erwartet: Hier oben, wo das Leben garstig sein soll, wo längst kein Grün mehr wächst, sich dafür die höchsten Berge mit eisigen Flanken erheben, hier könnte man Fussball spielen. Doch mit diesem Gedanken bin ich allein. Der Everest hat alles im Griff, der grosse Berg, dessen Gipfel anders als die umliegenden weitgehend schneefrei ist, dafür felsig und schwarz vor Kälte strahlt. Seinetwegen treffen sich die Menschen hier. Doch dieses Jahr bleibt er ihnen verwehrt. Fussball wäre also doch eine Option.

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