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Der Spöl wurde kräftig durchgespült

Nach dem Zwischenfall an der Staumauer Punt dal Gall ist der Spöl fast restlos gesäubert worden. Dafür gesorgt hat ein künstlich ausgelöstes Hochwasser mit Abflussspitzen von bis zu 40 Kubikmeter pro Sekunde.

Neun Stunden lang waren die Schleusen der Staummauer geöffnet: Wassermassen in der Spöl.
Neun Stunden lang waren die Schleusen der Staummauer geöffnet: Wassermassen in der Spöl.

Der Bergbach Spöl im Schweizer Nationalpark ist von den Schlickmassen befreit worden, die ihn seit der fatalen Panne im Stausee Livigno erstickten. Ein künstlich ausgelöstes Hochwasser hat den Bach beinahe restlos freigewaschen.

Die Ziele der Spülung seien vollständig erreicht worden, teilte die verantwortliche «Taskforce Spöl» mit. Die Feinsedimente seien fast alle weggespült worden. Dazu wurden am Dienstag die Schleusen der Staumauer während neun Stunden weit geöffnet. Erreicht wurden Abflussspitzen von 30 und von 40 Kubikmetern pro Sekunde.

Doppelt betroffen

Der ehemalige ökologische Vorzeigebach Spöl befindet sich nach Einschätzung der Fachleute der Taskforce wieder in einem Zustand, der eine vollständige Wiederbesiedlung durch Fische und andere Gewässertiere möglich macht. Die Regenerationskraft des Gewässers könne sich voll entfalten. hiess es. Weitere Massnahmen sind zurzeit nicht vorgesehen.

Der Umweltunfall an der Staumauer Punt dal Gall hatte an Ostern im obersten Drittel des rund sechs Kilometer langen Wildbachs alles Leben ausgelöscht. Weiter unten wurden Fische wie Kleintiere stark dezimiert.

Der Spöl war gleich doppelt getroffen worden. Zuerst funktionierte die Restwasser-Versorgung aus dem Stausee nicht mehr. Es floss kein Wasser. Danach wurde notfallmässig der Grundablass in der Staumauer geöffnet. Doch statt Wasser überschwemmte Schlamm den Bach. Tausende Fische verendeten.

SDA/wid

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