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Das Monster aus dem Pfynwald

Ab heute Samstag ist der Walliser Wolf, der wohl Rinder riss, zum Abschuss frei – was lautes Debattengeheul auslöst. Der Historiker Wilfried Meichtry erzählt die spektakuläre Urgeschichte dieser Polemik, die sich 1946/1947 im Walliser Pfynwald abspielte. Und Meichtry erlebt derzeit als Hirte auf einer Schafalp, was mit einem passiert, wenn Raubtiere plötzlich ganz nahe kommen.

25. Juli 2010, 6.30 Uhr: Wie fast jeden Morgen wecken mich Amanda, Ursula und Rosemarie, unsere drei legefreudigen Hühner, die über Nacht zusammen mit den Hunden in der Werkstatt unter unserer Schlafkammer eingesperrt sind.

Schafleiche am Morgen

Ich fache den alten Holzofen an und blicke in den nasskalten Morgen. Der ganze Berg ist nebelverhangen. Nachdem die Hühner und die beiden Border-collies ins Freie gelassen sind, verrichte ich meine Katzenwäsche am Brunnen. Kurz darauf koche ich Kaffee, ziehe die Wanderschuhe an und mache mich auf den Weg zu den Schafen, für die wir sorgen.

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