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Bäume wachsen schneller als früher

Der Wald stirbt nicht, im Gegenteil: Er wächst so schnell wie nie zuvor in den vergangenen 100 Jahren. Das zeigt die Waldforschung im Emmentaler Plenterwald. Und es ist kein Grund zum Jubeln.

Vom kleinen Tännchen bis zum Baumriesen. Im Emmentaler Plenterwald halten sich Alt und Jung seit hundert Jahren die Waage. Plötzlich aber wachsen sie viel schneller.
Vom kleinen Tännchen bis zum Baumriesen. Im Emmentaler Plenterwald halten sich Alt und Jung seit hundert Jahren die Waage. Plötzlich aber wachsen sie viel schneller.
Urs Baumann

Die Emmentaler Bauern haben es offenbar intuitiv richtig gemacht. Sie haben einen Umgang mit dem Wald gefunden, den die Forschung heute als nachahmenswert lobt: Sie fällten immer nur einzelne grosse Bäume, keine ganzen Flächen. Das schafft Licht und Platz, damit die kleineren nachwachsen können. Plenterwälder heissen die derart bewirtschafteten Flächen, in denen immer etwa gleich viel Holz genutzt wird, wie nachwächst. Am Beispiel im Toppwald oberhalb von Konolfingen wurde den Medien gestern gezeigt, was das heisst: «Alle acht Jahre werden hier auf einer Fläche von 100 auf 100 Metern 25 Bäume aus dem Wald geholt», sagte Walter Marti, Leiter der Waldabteilung Emmental. «Danach herrscht hier wieder acht Jahre Ruhe.»

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