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2016 haben 290 Blitze in diesen See eingeschlagen

Die Häufigkeit von Gewittern auf dem Maracaibo-See hat die Wissenschaft vor ein grosses Rätsel gestellt. Bis jetzt.

Ist nach dem einmündenen Fluss Catatumbo benannt: Das Catatumbo-Gewitter auf dem Maracaibo-See in Venezuela. (Archivbild)
Ist nach dem einmündenen Fluss Catatumbo benannt: Das Catatumbo-Gewitter auf dem Maracaibo-See in Venezuela. (Archivbild)
Wikipedia CC/Thechemicalengineer

Das Naturphänomen am venezolanischen Maracaibo-See widerspricht dem Sprichwort, dass ein Blitz niemals zweimal am selben Ort einschlägt. Denn im letzten Jahr entluden sich alleine in diesem Gewässer 290 Blitze.

In der Zeitspanne zwischen 1997 und 2015 wurde ein Jahresdurchschnitt von 233 Blitzeinschlägen aufgezeichnet. «Der Maracaibo zählt zu jenen Orten der Erde, die die meisten Blitze erzeugen» wie Professor Robert Holzwort von der Universität Washington gemäss «Focus» bestätigt.

Diese Blitze halten sich an fast keine Regel

Die unnatürlich grosse Anzahl Einschläge ereignet sich nicht zu den gemeinhin erforschten Bedingungen, die an allen anderen Orten der Welt ein Gewitter begünstigen. Die meisten Blitze sind eigentlich in den Sommermonaten, auf trockenem Boden und in der Zeit zwischen Mittag und 18 Uhr zu beobachten. Nicht so am Maracaibo-See: Hier wüten die Gewitter im Herbst, zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen.

Forscher der Universität Alabama scheinen nun eine Erklärung gefunden zu haben und führen das Naturereignis auf die Lage des Sees zurück. Umgeben von hohen steilen Gipfeln ist die Luft hoch über dem 13'000 Quadratkilometer grossen Gewässer kühler. Diese Luft kühlt in der Nacht noch weiter ab, trifft jedoch auf die nach wie vor warme Luft direkt über dem tropischen See, wodurch Gewitter begünstigt werden.

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