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Zu teuer: Entwicklung der Frauenpille wird abgebrochen

Frauen müssen weiterhin auf ihre erste Lustpille warten. Der verantwortliche Pharmakonzern hat die Entwicklung des Präparats «Flibanserin» aus kostengründen abgebrochen.

Der Pharmahersteller Boehringer Ingelheim will die Entwicklung des Mittels «Flibanserin» zur Behandlung von vermindertem sexuellen Verlangen von Frauen einstellen.

Das teilte der Familienkonzern mit Sitz in Ingelheim am Rhein am Freitag mit. Ende Juni hatte ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung des Mittels, das unter dem Namen «Girosa» auf den Markt kommen sollte, nicht empfohlen. Das Präparat sei nicht effektiv genug, um die Risiken der Einnahme zu rechtfertigen.

Lancierung in den USA zu teuer

Die Entscheidung zur Aufgabe sei dem Unternehmen vor dem Hintergrund des fortgeschrittenen Entwicklungsstands des Mittels nicht leicht gefallen, sagte der Sprecher der Unternehmensleitung, Andreas Barner. Das Unternehmen glaube weiterhin an die Wirksamkeit des Präparates, der Aufwand für eine Zulassung in den USA sei jedoch zu gross. Boehringer Ingelheim werde sich daher auf andere Projekte konzentrieren.

«Flibanserin» war ursprünglich als Antidepressivum entwickelt worden und sollte bei Frauen mit Libidostörungen vor der Menopause angewendet werden. Aktienanalysten hatten dem Mittel nennenswertes Marktpotenzial zugetraut.

dapd/mrs

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