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Zahl der Vogelgrippe-Opfer steigt auf 18

In China breitet sich die Vogelgrippe weiter aus: Nach Shanghai ergreifen weitere Metropolen Massnahmen gegen das Virus. Investoren verkaufen derweil Aktien von Fluggesellschaften.

Rigoroses Vorgehen gegen potenzielle Virenträger: Mann in Shanghai fängt Taube.
Rigoroses Vorgehen gegen potenzielle Virenträger: Mann in Shanghai fängt Taube.
Keystone

Die Zahl der an dem neuen Vogelgrippe-Typ H7N9 Erkrankten in Ostchina steigt weiter. Heute wurden zwei neue Fälle registriert, also insgesamt 18, wie die Gesundheitsbehörden von Shanghai mitteilten. Sechs Menschen sind bislang an dem weithin unbekannten Virustyp gestorben. Die Neuerkrankten sind 66 und 74 Jahre alt.

Das Landwirtschaftsministerium hatte die Stadt Shanghai angewiesen, den Handel mit lebendem Geflügel zu stoppen und auf Märkten, wo das Virus aufgetaucht ist, das gesamte Feldervieh zu schlachten. Aus Furcht vor Gesundheitsrisiken verstärken nach Shanghai nun auch andere chinesische Grossstädte ihre Schutzvorkehrungen. In der Acht-Millionen-Metropole Nanjing wurden sämtliche Märkte mit Verkaufsständen für Geflügel geschlossen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Infizierte Wachteln

In der ähnlich grossen Stadt Hangzhou seien nach der Entdeckung infizierter Wachteln massenweise Vögel gekeult worden. Shanghais Behörden haben nach der Schlachtung von mehr als 20'000 Hühnern, Enten, Gänsen und Tauben derweil auch die Einfuhr von lebendem Geflügel aus anderen Landesteilen sowie den Verkauf von Wildvögeln als Haustiere verboten.

Trotz Schliessung aller Geflügelmärkte dürfen Eier, frisches und gefrorenes Geflügelfleisch aber weiterhin angeboten werden. Viele verängstigte Bewohner der 23-Millionen-Stadt griffen zu Gesichtsschutzmasken, in Apotheken gingen traditionelle chinesische Grippeschutzmittel zur Neige.

Verunsicherte Investoren

Aus Angst vor einer Grippe-Epidemie verkauften gestern viele Investoren Aktien von Fluggesellschaften: Air China, China Southern und China Eastern stürzten um knapp zehn Prozent ab. Vor rund zehn Jahren stürzte der Ausbruch der Lungenkrankheit Sars die Branche in eine Krise. Damals wurden weltweit 8000 Infektionen gezählt.

Erste Erkrankungen an dem nur wenig erforschten Vogelgrippe-Typ waren vor einer Woche bekanntgeworden. Es wird nach wie vor angenommen, dass sich die Patienten direkt an infiziertem Geflügel angesteckt haben. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden gibt es keine Hinweise, dass der Erreger von Mensch zu Mensch übertragen wird.

SDA/kle

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