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San Francisco verbietet E-Zigaretten

Der Stadtrat von San Francisco untersagt den Verkauf von E-Zigaretten in Geschäften und übers Internet.

Gesetz zum Verbot vom Stadtrat verabschiedet: Zwei Jugendliche rauchen in San Francisco E-Zigaretten. (17. Juni 2019)
Gesetz zum Verbot vom Stadtrat verabschiedet: Zwei Jugendliche rauchen in San Francisco E-Zigaretten. (17. Juni 2019)
Samantha Maldonado, Keystone
Der führende US-Hersteller von E-Zigaretten, Juul Labs, hat seinen Sitz in San Francisco.
Der führende US-Hersteller von E-Zigaretten, Juul Labs, hat seinen Sitz in San Francisco.
Samantha Maldonado, Keystone
Eine Frau raucht ihre E-Zigarette.
Eine Frau raucht ihre E-Zigarette.
Ennio Leanza, Keystone
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San Francisco will als erste Grossstadt in den USA den Verkauf von E-Zigaretten verbieten. Der Stadtrat der kalifornischen Metropole stimmte am Dienstag für eine entsprechende Vorschrift, die nun noch von der Bürgermeisterin unterzeichnet werden muss.

Bürgermeisterin London Breed hatte sich zuvor schon für das Verbot stark gemacht. «Wir müssen handeln, um die Gesundheit der Jugend von San Francisco zu schützen und zu verhindern, dass die nächste Generation von Bewohnern von San Francisco von diesen Produkten abhängig wird», erklärte sie am Dienstag. Sie warf E-Zigaretten-Herstellern vor, mit ihrer Werbung auf Jugendliche abzuzielen und sie von Nikotin-Produkten abhängig zu machen.

Jugendliche schützen

Demnach geht die Stadt gegen den Verkauf von E-Zigaretten vor, die bisher keine Prüfung der US-Gesundheitsbehörde FDA vorweisen können. Die Behörde hat noch keine Bewertung über die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit dieser auf dem Markt befindlichen Tabak-Produkte abgegeben. Das Verbot gilt für den Verkauf in Geschäften und über das Internet.

Dies sei ein bahnbrechender Schritt, um Jugendliche zu schützen, hiess es am Dienstag in einer Erklärung des städtischen Staatsanwalts Dennis Herrera. Die Befürworter des Verbots der Dampf-Zigaretten in San Francisco verweisen auf eine wachsende E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen, bei denen die teilweise mit süssen Aromen versetzten Nikotinprodukte besonders beliebt sind.

«Schlechte Gesundheitspolitik»

Juul Labs, der führende US-Hersteller von E-Zigaretten, hat seinen Sitz in San Francisco. Befürworter der elektronischen Variante sehen darin eine gesündere Alternative zum herkömmlichen Glimmstängel mit Tabakrauch, der viele schädliche Stoffe enthält.

Elektrische Zigaretten haben in den USA – wie in vielen anderen Ländern auch – in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Schätzungen zufolge greifen in den USA inzwischen rund 3,6 Millionen Schüler zu E-Zigaretten, in denen nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird.

Die «Los Angeles Times» hob in einem Leitartikel hervor, dass der Verkauf herkömmlicher Zigaretten in San Francisco erlaubt bleibt. Es sei eine «schlechte Gesundheitspolitik», härter gegen das weniger gefährliche Produkt vorzugehen.

sda/AFP/chk

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