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Eigene Haut aus dem Labor

«Tissue Engineering» heisst ein Zauberwort in der Medizin: Aus Zellen von Patienten werden Gewebe oder ganze Organe gezüchtet. Ein neues Labor macht dies jetzt auch in Zürich möglich.

Susanne Anderegg
«Eine grosse Chance»: Im Reinraum im Universitätsquartier züchten Mediziner Muskelzellen und eine mitwachsende Haut für Kinder.
«Eine grosse Chance»: Im Reinraum im Universitätsquartier züchten Mediziner Muskelzellen und eine mitwachsende Haut für Kinder.
Nicola Pitaro

Im Kinderspital Zürich sind diese Fälle häufig: Kinder mit tiefen Verbrennungen, mit grossen Narben oder mit Muttermalen, die den halben Körper bedecken. Aber auch Kinder, deren Haut grossflächig abgestorben ist wegen einer Infektion oder eines Unfalls. Bisher verpflanzten die Ärzte diesen Kindern Haut von intakten Körperstellen. Weil die Kinder wachsen, die verpflanzte Haut aber nicht, müssen sie immer wieder ins Spital und sich operieren lassen. Die Spenderzonen sind zusätzliche Wunden, tun ebenfalls weh und sind je nachdem gut sichtbar, ein Leben lang. Seit einigen Jahren arbeiten die Forscher an einer viel besseren Behandlungsmethode. Sie wollen aus Hautzellen, die sie dem Kind hinter dem Ohr entnehmen, ein Gewebe züchten, das mitwächst.

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