Zum Hauptinhalt springen

«Der Elefant im Wohnzimmer, über den niemand spricht»

Ein Ratgeber für psychisch kranke Menschen und ihre Angehörigen bringt Licht in ein Thema, das noch immer Angst und Scham auslöst.

Ein Ratgeber für psychische Erkrankungen, dessen Format und Gewicht an einen Dumont-Kunstführer erinnert – braucht jemand ein solch umfassendes Buch? Im ersten Moment mögen Zweifel aufkommen. Doch in der Schweiz leidet jede dritte Person im Laufe ihres Lebens an einer leichten oder schweren psychischen Erkrankung. Und das eben im Beobachter-Verlag erschienene Kompendium hat spezifische Qualitäten.

Bemerkenswert ist nur schon der Ansatz, Betroffene und Angehörige gleichermassen anzusprechen. Das macht Sinn, zumal eine psychisch erkrankte Person unweigerlich auch ihr Umfeld mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft zieht. So beginnen die 14 Beiträge zu verschiedenen Krankheitsbildern jeweils mit zwei kurzen Schilderungen aus beiden Perspektiven. Ihnen folgen Informationen über den heutigen Wissensstand der Erkrankung und mögliche Behandlungsformen. Am Ende jedes Kapitels finden sich Tipps und weiterführende Literatur sowie die diagnostischen Leitlinien des Klassifikationssystems der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.