Zum Hauptinhalt springen

«Der Ausbruch geht weiter»

Laut dem deutschen Robert-Koch-Institut gibt es bei den EHEC-Erregern keine Entwarnung. Die Zahl der Erkrankten stieg in der Nacht dramatisch an. Bislang forderte das Bakterium fünf Tote.

Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
AFP
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Reuters
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Reuters
1 / 20

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, hat noch keine Entwarnung vor dem EHEC-Erreger gegeben. «Der Ausbruch geht weiter, von gestern auf heute sind 60 neue HUS-Fälle - also schwere Verläufe der EHEC-Infektion - dazugekommen», sagte Burger dem ARD-«Morgenmagzin».

Es müssten jetzt weiterhin die Infektionsketten aufgeklärt werden, um zu sehen von welchem Lebensmittel der Erreger stamme und in welchem Bereich der Produktion, der Auslieferung oder der Verpackung der Erreger auf das Lebensmittel gekommen sei.

Fünf Todesfälle

Bislang werden fünf Todesfälle mit dem Darmbakterium in Verbindung gebracht. Bei einem in Hamburg tot aufgefunden Mann hatte am Donnerstag die Obduktion ergeben, dass der 38-Jährige an einer Durchfallerkrankung gelitten hat. Laut RKI erkrankten von der zweiten Maiwoche bis 25. Mai insgesamt 214 Menschen am gefährlichen Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS), das Nierenschäden verursacht. Normalerweise treten in Deutschland jährlich bis zu 60 HUS-Fälle auf.

Auf der Suche nach dem gefährlichen Durchfallerreger EHEC waren Experten am Donnerstag einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Das Bakterium wurde in Hamburg an vier Salatgurken nachgewiesen. Drei davon stammen nach Senatsangaben aus Spanien. Mittlerweile sind alle Bundesländer betroffen und auch in Europa breitet sich das Darmbakterium aus.

Das RKI hatte wegen des gefährlichen Erregers am Mittwoch davon abgeraten, in Norddeutschland Tomaten, Salatgurken und Blattsalate roh zu verzehren. Diese Lebensmittel waren von Erkrankten in Hamburg laut einer Studie besonders häufig konsumiert worden.

(dapd)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch