Warum uns der Fluglärm aufs Herz schlägt

Starke Fluglärm-Belastung über eine lange Zeitdauer kann tödlich enden. Forscher der Universität Bern erklären weshalb.

Hausbewohner sind gefährdet: Ein Flugzeug überfliegt eine Liegenschaft in Glattbrugg.

Hausbewohner sind gefährdet: Ein Flugzeug überfliegt eine Liegenschaft in Glattbrugg. Bild: Keystone

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Laut einer Studie der Universität Bern haben Männer, die Fluglärm ausgesetzt sind, ein erhöhtes Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Die Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Fachjournal «Epidemiology», wie die Universität Bern am Montag mitteilte. Der Befund basiert auf Daten von mehr als 4,5 Millionen Personen über 30 Jahren aus der ganzen Schweiz.

Der Zusammenhang zwischen Fluglärm-Belastung und Infarkt-Risiko gilt bereits ab 60 Dezibel. Am stärksten gefährdet sind Männer, die dem Lärm seit mindestens 15 Jahren ausgesetzt sind. Bei Frauen ist kein erhöhtes Sterberisiko durch Herzinfarkt erkennbar. Sowohl akuter und chronischer Lärm als auch Luftverschmutzung sind bekannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Probleme. Bisherige Studien hatten diesen Zusammenhang allerdings meist mit Strassenlärm gemessen.

Herzinfarkt-Risiko steigt

Auch der Fluglärm wirkt gemäss der neuen Studie auf das Nerven- und das Hormonsystem und lässt dadurch das Risiko eines Herzinfarkts ansteigen. Allerdings seien weitere Untersuchungen notwendig, schreibt die Uni Bern, denn wichtige kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Rauchen und Cholesterin seien nicht erfasst worden. (pbe/sda)

Erstellt: 04.10.2010, 17:27 Uhr

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