Zum Hauptinhalt springen

Antike Totenstadt in Ägypten entdeckt

Am Nil ist eine über 2500 alte Nekropole mit 40 Steinsärgen, 1000 Statuen und einer Goldmaske ausgegraben worden. Das sei erst der Anfang, so die Forscher.

Das bisher einzige Bild der neusten Ausgrabung: Totenköpfe in der antiken Totenstadt 245 Kilometer südlich von Kairo. (24. Februar 2018)
Das bisher einzige Bild der neusten Ausgrabung: Totenköpfe in der antiken Totenstadt 245 Kilometer südlich von Kairo. (24. Februar 2018)
Ibrahim Youssef, Keystone
Die Giseh-Pyramiden sind ein beliebtes Ziel für Touristen: Tourguides bereiten bei den Pyramiden eine Kamel-Karawane vor. (15. Februar 2018)
Die Giseh-Pyramiden sind ein beliebtes Ziel für Touristen: Tourguides bereiten bei den Pyramiden eine Kamel-Karawane vor. (15. Februar 2018)
Mario Goldman, AFP
Seit einer Woche ist der «unbekannte Mann E», auch «Schreiende Mumie» genannt, im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt. (14. Februar 2018)
Seit einer Woche ist der «unbekannte Mann E», auch «Schreiende Mumie» genannt, im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt. (14. Februar 2018)
Khaled Desouki, AFP
1 / 5

Ägyptische und deutsche Archäologen haben am Nil eine antike Totenstadt mit Dutzenden Sarkophagen und Kunstschätzen entdeckt. Die in der Stadt Minja in Ägypten gefundene, über 2500 Jahre alte Nekropole enthalte 40 Steinsärge, etwa 1000 Statuen und eine Goldmaske. Das sagte Antikenminister Khaled al-Enani am Samstag am Ausgrabungsort. Zudem seien Keramik, Schmuck und andere antike Gegenstände gefunden worden.

Die Ausgrabungen begannen laut dem Ministerium im vergangenen Jahr und wurden von deutschen Forscherteams unterstützt. «Das ist erst der Anfang einer neuen Entdeckung und ich glaube, wir brauchen mindestens fünf Jahre, um die Arbeit an der Nekropole zu beenden», erklärte Al-Enani. Die Funde würden wichtige Einblicke in das Leben der Alten Ägypter geben.

Mit Radarmessungen geheimen Raum finden

In den vergangenen Monaten hatte das Antikenministerium in Ägypten eine Reihe von Entdeckungen aus der Hochkultur der Alten Ägypter präsentiert. Das Land will damit Touristen anlocken, die es wegen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise des Landes dringend als Einnahmequelle für ausländisches Geld braucht. Ägypten hat mit der Pharaonenstadt Luxor, den Pyramiden in Giseh bei Kairo und weiteren Orten entlang des Nils zahlreiche wertvolle Kulturstätten zu bieten.

Ein italienisches Forscherteam hatte Ende Januar mit Messungen in der Grabkammer des Pharaos Tutanchamun in Luxor begonnen. Die Radarmessungen in der 1922 entdeckten Grabkammer des Kindkönigs (um 1330 v. Chr.) sollen Klarheit darüber bringen, ob sich - wie von einem Wissenschaftler vermutet - hinter der Nordwand ein weiterer, bislang unentdeckter Raum befindet.

Erst Anfang des Monats hatten Wissenschaftler nahe der Pyramiden ein mehr als 4000 Jahre altes Grab gefunden. Die Kammer soll zu einer Priesterin mit dem Namen Hat Bet gehören. Nahe des einzigen noch erhaltenen Weltwunders der Antike soll Ende des Jahres das neue Ägyptische Museum eröffnen, dass das Ausstellungshaus im Stadtzentrum Kairos ablösen soll.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch