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Zypern bekommt Finanzhilfe aus Russland

Berlin Das hochverschuldete Zypern rechnet noch im Dezember mit einer ersten Finanzspritze aus Russland, die dem Land die Flucht unter den europäischen Rettungsschirm erspart.

«Der Vertrag ist unterzeichnet», sagte Aussenministerin Erato Kozakou-Marcoullis der «Financial Times Deutschland» (Mittwochsausgabe) in Berlin laut Vorabbericht. «Bis Ende des Jahres, wenn nicht schon Mitte Dezember, werden wir den ersten Teil des Darlehens über 2,5 Milliarden Euro erhalten.» Sie widersprach damit Spekulationen, der Kredit könne sich verzögern, und zeigte sich zuversichtlich, Russland würde wieder helfen. Derzeit bestehe kein weiterer Bedarf, «aber ich bin sicher, wenn wir mehr bräuchten, würde Russland das nicht ausschlagen.» Die Ministerin bestätigte, dass Zypern im Sog der Finanzkrise damit das einzige Euro-Land sei, das von einem Schwellenland wie Russland vor der Pleite bewahrt wird. Auch China wird als Geldgeber für den europäischen Rettungsfonds hofiert. Zypern und Russland verbindet Marcoullis zufolge eine tiefe Freundschaft. Das russische Darlehen werde «ganz ohne Auflagen» gewährt. «Uns hilft das Darlehen mit dem niedrigen Zinssatz von vier Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren in der Not.» Der Kredit soll in drei Tranchen ausgezahlt werden und Zypern 2012 die Refinanzierung seiner Verbindlichkeiten ermöglichen.

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