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Zwei Unternehmen planen in Grindelwald Bahn am gleichen Hang

Ungewöhnliche Situation im Berner Oberländer Ferienort Grindelwald: Sowohl die Jungfraubahn als auch die Männlichenbahn wollen am gleichen Hang eine neue Gondelbahn bauen.

Es geht um den Ersatz der bestehenden Anlage am Berg Männlichen, deren Konzession 2016 ausläuft. Die Jungfraubahn gab in der vergangenen Woche bekannt, sie wolle dem stagnierenden Ferienort Grindelwald eine 80-Millionen- Investitionsspritze setzen. Geplant seien eine neue 10-er Sesselbahn auf den Männlichen und der Bau einer neuen Haltestelle der Berner Oberland-Bahnen unweit der Gondelbahn-Talstation. Die bestehende Männlichenbahn gehöre zwar nicht zur Unternehmensgruppe, doch sei die Jungfraubahn die grösste Aktionärin der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen (GGM) AG. Zudem schliesse das Skigebiet der Jungfraubahn an jenes der GGM an und das Unternehmen sei Mitbesitzerin des Parkplatzes der Männlichenbahn. Die GGM AG sei bereit, sich an der weiteren Planung der 10-er Sesselbahn in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu beteiligen. Am Dienstag hat nun die GGM bekanntgegeben, sie treibe die Arbeiten an einem eigenen Projekt für den Ersatz der Männlichenbahn ungeachtet der Pläne der Jungfraubahn weiter voran. Nur wenn das Projekt der Jungfraubahn «offenkundige Vorteile bieten sollte», werde sie sich für die von letzterer vorgeschlagene Variante entscheiden. Im Vordergrund stehe der grösstmögliche Nutzen für die Kundschaft. Deshalb habe sie sich bereit erklärt, in der Arbeitsgruppe mitzumachen. Auf Anfrage sagte GGM-Verwaltungsratspräsident Andreas Kaufmann, die GGM denke an eine 8-er Gondelbahn 15 Meter neben dem heutigen Trassee für 35 Millionen Franken. Derzeit wird ein Umweltverträglichkeitsbericht erarbeitet.

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