Zum Hauptinhalt springen

Zollstreit lässt US-Whiskey-Exporte einbrechen

Für Hersteller in Amerika hat der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelskonflikt unangenehme Folgen.

In Europa wird weniger amerikanischer Whiskey getrunken: Ab dem vergangenen Juli machte sich der Zollstreit bemerkbar. Bild: AP
In Europa wird weniger amerikanischer Whiskey getrunken: Ab dem vergangenen Juli machte sich der Zollstreit bemerkbar. Bild: AP

Der US-Spirituosenverband präsentierte am Dienstag seine Jahresbilanz für Hochprozentiges aus den USA: Erstmals zeigten die Daten den «negativen Effekt» der Zollpolitik auf einem eigentlich im Wachstum befindlichen Markt, sagte Christine LoCascio, die bei dem Verband für die internationalen Handelsbeziehungen zuständig ist.

Als Reaktion auf Strafzölle auf Importe von Stahl und Aluminium in die USA reagierten die EU sowie Kanada und Mexiko im vergangenen Jahr ihrerseits mit hohen Aufschlägen für typische Produkte aus den Vereinigten Staaten. Dazu gehörten etwa Jeans, Harley Davidson und eben Whiskey.

Während die Exporte der beliebten Spirituose in die grösste Abnehmerregion Europa im ersten Halbjahr 2018 noch um 33 Prozent auf 363 Millionen Dollar (gut 320 Millionen Euro) zulegten, brachen sie von Juli bis November um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Global gesehen stiegen die Whiskey-Exporte im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres um 28 Prozent, danach, als die Gegenzölle in Kraft traten, fielen sie um 8,2 Prozent.

Der US-Spirituosenbranche insgesamt tat das hingegen keinen Abbruch: Die gesamten Verkäufe zogen im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf einen Umsatz von 27,5 Milliarden Dollar an - das zeige, dass Erwachsene zunehmend Spirituosen Bier und Wein vorzögen, resümierte der Verband.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch