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Wegen Hamsterkäufen: Migros stockt Personal auf

Die Nachfrage im Online-Supermarkt Le Shop überfordert die Infrastruktur. So reagiert der Detailhändler.

Migros-Kunden steigen auf Le Shop um – das führt derzeit zu Lieferverzögerungen. Foto: Keystone
Migros-Kunden steigen auf Le Shop um – das führt derzeit zu Lieferverzögerungen. Foto: Keystone

Wer derzeit bei Le Shop bestellen will, sieht erst einmal Warnungen: «Lieferdaten fast ausgebucht» steht auf der Website unter anderem. Bestimmte Lieferdaten und auch Produkte seien wegen der hohen Nachfrage derzeit nicht mehr verfügbar. Waren vor kurzem noch die Konservenregale der Supermärkte leergeräumt, sieht es nun offenbar in den Lagern von Le Shop ähnlich aus.

«In den Filialen scheint sich die Situation tendenziell zu stabilisieren», sagt Migros-Sprecher Marcel Schlatter. «Im Onlinebereich allerdings bleibt die Nachfrage sehr hoch. Viele Kunden, die bis anhin in den Filialen eingekauft haben, steigen nun auf Le Shop um.» Das sei auch der Grund, warum es derzeit zu Lieferverzögerungen komme. Rund drei Tage Wartezeit seien derzeit normal. «Betroffen sind primär kurzfristige Bestellungen», so Schlatter.

Bei Coop@Home sieht die Situation noch entspannter aus. In den letzten zwei Wochen sei die Nachfrage sehr stark angestiegen, so eine Sprecherin. Generelle Engpässe seien aber grundsätzlich kein Thema. «Wir haben in allen Bereichen genug Ware zur Verfügung, ausser bei Desinfektionsmitteln.» Hier habe der Produktionsbetrieb Steinfels die Produktionsmengen ausgebaut, so dass diese Woche wieder Nachschub komme.

Keine Knappheit an Nahrungsmitteln

Es herrsche keine generelle Knappheit an Nahrungsmitteln, sagt auch die Migros. Grund für die Lieferverzögerungen sei, dass der stark erhöhte Warenfluss die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen bringt. Dem wirkt man beim Detailhändler mit personellen Massnahmen entgegen: «Indem wir mehr Personal eingestellt haben, Büro-Mitarbeitende im Leshop-Verteilzentrum einsetzen, mit Zusatzschichten planen und mehr Transporte einsetzen, bauen wir die Kapazität aus», so Schlatter. Zudem erhöhe man die Lagerbestände von Leshop, indem man verstärkt mit dem grossen Migros-Verteilzentrum in Suhr (AG) zusammenarbeite. «Die Logistik von Coop ist flexibel», so die Sprecherin der Basler Migros-Konkurrentin. Aktuell habe man mehr Leute im Einsatz.

Um die Mitarbeitenden vor dem Virus zu schützen, hat Migros inzwischen damit begonnen, in der Eigenindustrie Desinfektionsmittel zu produzieren. Alle 100'000 Mitarbeitenden der Migros-Gruppe werden in dieser Woche damit ausgerüstet. Von Coop heisst es, man habe die Mitarbeiten bezüglich der erforderten Hygienemassnahmen instruiert und in den Verteilzentren genügend Handdesinfektionsmittel aufgestellt. «Mitarbeitenden, die Produkte ausliefern, wurde alle einzeln damit ausgestattet.»

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