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Warren Buffett schreibt Dankesbrief an US-Regierung

Omaha Die Investorenlegende Warren Buffett hat die US- Regierung für ihre Leistung in der Wirtschaftskrise ausdrücklich gelobt.

«Lieber Onkel Sam, meine Mutter hat mir beigebracht, ein Dankeschön sofort zu überbringen», schrieb Buffett in einem offenen Brief in der «New York Times». Er sei nachlässig gewesen, gestand er im am Mittwoch veröffentlichten Brief. «Oft bist Du verschwenderisch, und manchmal bist Du herrisch», so Buffett. «Gelegentlich bist Du geradezu unerträglich.» Das Krisenmanagement sei aber ziemlich gut gewesen «für Regierungsarbeit», lobte er und rief die dramatischen Ereignisse des Jahres 2008 in Erinnerung, als die Finanzmärkte ins Chaos stürzten. «Nur eine Gegenkraft war vorhanden, und das warst Du, Onkel Sam.» Anstatt wie so oft unbeholfen oder gar unfähig zu agieren, habe die Regierung beherzt zugepackt und gehandelt, auch wenn er nicht wisse, wie genau sie dieses Kunststück geschafft habe. «Die Leute werden einzelne Entscheidungen im Nachhinein infrage stellen, dessen kannst Du Dir immer sicher sein», schrieb Buffett an Onkel Sam, «aber alles in allem war Dein Vorgehen bemerkenswert erfolgreich.» Buffetts Anmerkungen kommen in einer Zeit, in der sich die USA gegen internationale Kritik zur Wehr setzen müssen, sie gefährdeten die Erholung der Weltwirtschaft. Die Notenbank Fed hatte die Märkte jüngst mit Milliarden geflutet, um das Wachstum anzukurbeln. Buffett ist einer der erfolgreichsten Investoren und reichsten Menschen der Welt. Der 80-Jährige führt die weit verzweigte Investmentholding Berkshire Hathaway. Unter anderem ist er auch am Rückversicherungskonzern Swiss Re beteiligt. Sein Wort hat in der Finanzwelt und darüber hinaus Gewicht. Onkel Sam habe in diesem aussergewöhnlichen Notfall richtig gehandelt, schloss Buffett seinen Brief. «Die Welt würde heute weit anders aussehen, wenn Du das nicht getan hättest.»

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