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Wall Street kaum verändert - Warten auf die EZB

New York Vor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung der EZB haben die Händler an den US-Aktienmärkten wenig Handlungsbereitschaft gezeigt: Die Wall Street schloss am Mittwoch kaum verändert, nachdem die Hoffnung auf ein umfassendes Anleihekaufprogramm der Notenbank zunächst etwas Auftrieb gegeben hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert mit 13'047 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13'095 und 13'018 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 zeigte sich mit einem Rückgang von knapp 0,1 Prozent bei 1403 Zählern leicht negativ, wie auch der Index der Technologiebörse Nasdaq mit einem Minus von knapp 0,2 Prozent auf 3069 Punkten. Der Dax hatte mit 0,5 Prozent im Plus bei 6964,69 Zählern geschlossen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im August neue Anleihekäufe in Aussicht gestellt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei hochrangigen Notenbankern erfuhr, werde die EZB ihren bevorzugten Gläubigerstatus höchstwahrscheinlich aufgeben und künftig auch Verluste auf von ihr gehaltenen Staatsanleihen akzeptieren. Zudem sollten die Anleihekäufe so gestaltet sein, dass das dafür geschöpfte Geld über Gegengeschäfte wieder aus dem Finanzkreislauf gezogen werden kann. So solle ein Ansteigen der Inflation verhindert werden. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Notenbanker gemeldet, die EZB werde ein Anleihekaufprogramm in unbegrenztem Umfang beschliessen. Die Börsen waren daraufhin nach oben gegangen, knickten dann aber wieder ein. Verluste bei Fedex - Freude bei Facebook Zu den Verlierern an der Wall Street gehörte die Fedex-Aktie, die knapp zwei Prozent nachgab. Fedex kappte wegen der schwächelnden Weltwirtschaft sein Gewinnziel. Vor allem ein Einbruch beim Übernacht-Versand macht dem Unternehmen, das als Konjunkturbarometer gilt, zu schaffen. Die Titel des heimischen Rivalen und Weltmarktführers UPS verloren 2,3 Prozent. Nach den jüngsten Verlusten ging es für die gebeutelte Facebook- Aktie um 4,8 Prozent nach oben. Gründer Mark Zuckerberg hatte am Vorabend angekündigt, zur Begleichung einer fast zwei Milliarden Dollar hohen Steuerschuld keine Facebook-Aktien nutzen zu wollen. Vielmehr würden die fälligen Abgaben im Zusammenhang mit der Ausgabe von Firmenaktien an Mitarbeiter mit vorhandenen Barmitteln und Krediten bezahlt. Analysten sprachen von einer Art «kleiner Aktienrückkauf». Wenig überzeugt waren Anleger von der Präsentation neuer Nokia- Smartphones mit Windows 8. Der strauchelnde Handypionier will damit das Ruder herumreissen. Die Aktien von Microsoft notierten nahezu unverändert. Die in New York gehandelten Nokia brachen um knapp 16 Prozent ein. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,67 Milliarden Aktien den Besitzer. 1394 Werte legten zu, 1535 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,47 Milliarden Aktien 1079 im Plus, 1377 im Minus und 127 unverändert.

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