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Sein Aufstieg an die Weltspitze

Andy Rihs war ein Selfmade-Millionär. Besonders stolz war er auf einen Auftritt in Jeans und auf die Hörgeräteentwicklung für Kinder.

Erich Bürgler
Ein Grosser der Schweizer Wirtschaft und des Schweizer Sports ist gestorben: Andy Rihs in seiner Heimat in Stäfa. (November 2005 / TA)
Ein Grosser der Schweizer Wirtschaft und des Schweizer Sports ist gestorben: Andy Rihs in seiner Heimat in Stäfa. (November 2005 / TA)
Erfolgsgeschichte: Unter Rihs wuchs Phonak zu einem globalen Konzern heran. Heute ist Sonova in über 90 Ländern aktiv und beschäftigt fast 15'000 Angestellte.(November 2006 / Keystone)
Erfolgsgeschichte: Unter Rihs wuchs Phonak zu einem globalen Konzern heran. Heute ist Sonova in über 90 Ländern aktiv und beschäftigt fast 15'000 Angestellte.(November 2006 / Keystone)
An der Quelle: Andy Rihs machte sich einen Namen mit dem Hörgerätehersteller Phonak. Er übernahm die Firma bereits 1966 mit seinem Bruder Hans-Ueli, links.(November 1997 / TA)
An der Quelle: Andy Rihs machte sich einen Namen mit dem Hörgerätehersteller Phonak. Er übernahm die Firma bereits 1966 mit seinem Bruder Hans-Ueli, links.(November 1997 / TA)
Später engagierte sich Rihs im Radsport: Der Patron zusammen mit seinem damaligen Fahrer Tyler Hamilton (Mai 2004 / Keystone).
Später engagierte sich Rihs im Radsport: Der Patron zusammen mit seinem damaligen Fahrer Tyler Hamilton (Mai 2004 / Keystone).
Sportsfreund: Rihs mit einem Cycling-Trikot. (Januar 2000 / Keystone)
Sportsfreund: Rihs mit einem Cycling-Trikot. (Januar 2000 / Keystone)
Vor dem Fall: Team-Chef Andy Rihs mit Rennradfahrer Tyler Hamilton bei einer Pressekonferenz. Hamilton wurde vorgeworfen während des Vuelta-Rennens gedopt zu haben. (September 2004 / Keystone)
Vor dem Fall: Team-Chef Andy Rihs mit Rennradfahrer Tyler Hamilton bei einer Pressekonferenz. Hamilton wurde vorgeworfen während des Vuelta-Rennens gedopt zu haben. (September 2004 / Keystone)
Enttäuscht: Rihs löste 2006 den Rennstall von Phonak auf. Mehrere Fahrer fielen bei Dopingkontrollen durch und wurden entlassen.(August 2005 / Keystone)
Enttäuscht: Rihs löste 2006 den Rennstall von Phonak auf. Mehrere Fahrer fielen bei Dopingkontrollen durch und wurden entlassen.(August 2005 / Keystone)
Erwartet viel: Nach einem  unterwältigenden Geschäftsjahr erklärt Rihs bei einer Pressekonferenz die Gewinneinbrüche.(Juni 2002 / Keystone/Walter Bieri)
Erwartet viel: Nach einem unterwältigenden Geschäftsjahr erklärt Rihs bei einer Pressekonferenz die Gewinneinbrüche.(Juni 2002 / Keystone/Walter Bieri)
Traditionsmann: Andy Rihs beim Sechseläuten. (April 2008 / TA)
Traditionsmann: Andy Rihs beim Sechseläuten. (April 2008 / TA)
Nach dem Radsport in den Fussball: Rihs engagierte sich bei den Berner Young Boys (August 2010 / Keystone).
Nach dem Radsport in den Fussball: Rihs engagierte sich bei den Berner Young Boys (August 2010 / Keystone).
Nach dem Radsport in den Fussball: Rihs engagierte sich bei den Berner Young Boys (August 2010 / Keystone).
Nach dem Radsport in den Fussball: Rihs engagierte sich bei den Berner Young Boys (August 2010 / Keystone).
Ewige Fans: 2005 erwarben die Gebrüder Rihs eine Aktienmehrheit bei YB und am Stade de Suisse.(September 2016 / Keystone)
Ewige Fans: 2005 erwarben die Gebrüder Rihs eine Aktienmehrheit bei YB und am Stade de Suisse.(September 2016 / Keystone)
Revanche: Nachdem Rihs sich gezwungen sah, den Rennstall von Phonak wegen der Dopingklage aufzulösen, macht er wenige Jahre später sein Comeback in den Sport mit BMC.(März 2013 / Adrian Moser)
Revanche: Nachdem Rihs sich gezwungen sah, den Rennstall von Phonak wegen der Dopingklage aufzulösen, macht er wenige Jahre später sein Comeback in den Sport mit BMC.(März 2013 / Adrian Moser)
Ein langer Weg steht bevor: Rihs bei der Pressekonferenz zur ersten Etappe der Tour de Romandie.(April 2009 / Keystone)
Ein langer Weg steht bevor: Rihs bei der Pressekonferenz zur ersten Etappe der Tour de Romandie.(April 2009 / Keystone)
Revanche: Nachdem Rihs sich gezwungen sah die Rennstall von Phonak, wegen der Dopingklage, aufzulösen, macht er zehn Jahre später sein Comeback in den Sport mit BMC.(Juli 2014 / foto-net)
Revanche: Nachdem Rihs sich gezwungen sah die Rennstall von Phonak, wegen der Dopingklage, aufzulösen, macht er zehn Jahre später sein Comeback in den Sport mit BMC.(Juli 2014 / foto-net)
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Er war einer der erfolgreichsten Schweizer Unternehmer. Sein Herz schlug für den Radsport und den Fussball. Der Zürcher Andy Rihs ist am Mittwoch im Alter von 75 Jahren verstorben.

Rihs hat den Hörgerätehersteller Sonova mitgegründet und zum Milliardenkonzern aufgebaut. Das Unternehmen, das lange Phonak hiess, war sein Lebenswerk. Zusammen mit einem befreundeten Techniker übernahm der gelernte Kaufmann die in Konkurs gegangene Hörgerätefirma seines Vaters. Etwas später stiess Bruder Hansueli dazu. Die drei verwandelten Phonak in den nächsten Jahrzehnten zu einer der grössten Hörgerätefirmen der Welt.

Die Phonak-Crew 1997: Hansueli Rihs, Ernst Vogelsang und Andy Rihs im Firmensitz in Stäfa. Foto: Beat Marti
Die Phonak-Crew 1997: Hansueli Rihs, Ernst Vogelsang und Andy Rihs im Firmensitz in Stäfa. Foto: Beat Marti

Beim Börsengang von Phonak im Jahr 1994 hatten die Gründer einen denkwürdigen Auftritt. «Zu dritt sind wir am ersten Handelstag in Jeans und mit langen Mähnen in die Börse marschiert. Das hat mich sehr stolz gemacht», erzählte Rihs in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Als seinen grössten Erfolg im Unternehmen bezeichnet er die Einführung von Hörgeräten für Kinder. «Wenn man sieht, wie Kinder mit unseren Produkten plötzlich wieder hören können, wie sie wieder in die normale Schule können – das ist schon sehr schön.»

Rihs war langjähriger Chef und Verwaltungsratspräsident des Unternehmens. Dabei erlebte er auch Rückschläge. 2011 wurde Sonova von einem Skandal um unsaubere Börsengeschäfte erschüttert. Es bestand der Verdacht auf Insiderhandel gegen Andy Rihs und weitere Geschäftsleitungsmitglieder. Strafrechtlich blieb dies aber folgenlos. Das Unternehmen wurde allerdings von der Börse gebüsst, weil es die Aktionäre zu spät über schlechte Zahlen informiert hatte. Rihs trat im Zuge der Turbulenzen als Präsident des Verwaltungsrats zurück.

Er war auch ein Velounternehmer

2015 verliess Rihs das Aufsichtsgremium auch als einfaches Mitglied – just zu dem Zeitpunkt, als Sonova erstmals die Umsatzmarke von zwei Milliarden Franken knackte. Heute hat Sonova einen Börsenwert von über zehn Milliarden Franken. Der Firmengründer blieb dem Unternehmen nach seinem Rücktritt als Aktionär treu. Rihs schaffte es in seiner Karriere zum Selfmade-Millionär. Die «Bilanz» zählte die drei Gründer zu den reichsten Schweizern mit einem Vermögen von zusammen über zwei Milliarden Franken.

Andy Rihs war auch bei seiner grossen Leidenschaft, dem Velofahren, unternehmerisch aktiv. Ihm gehörte der Fahrradhersteller BMC. Später übernahm er den E-Bike-Hersteller Stromer, bei dem er zuletzt den Aktionärskreis ausweitete.

(Mit Material der SDA)

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