Zum Hauptinhalt springen

Volle Läden am Sonntagsverkauf - Handel mit guter Festtagssaison Von Marc Bürgi, SDA Hintergrund

Der letzte Sonntagsverkauf in diesem Jahr hat in der Deutschschweiz und im Tessin Zehntausende in die Läden gelockt.

Eine Woche vor Weihnachten steht fest: Detailhändler machen 2010 ein gutes Festtagsgeschäft. Besonders Freude haben sie an der klirrenden Kälte. In den Warenhäusern werden dieses Jahr auffallend viele warme Kleider gekauft: Bei Manor ist Mode aus Kaschmirwolle ein Renner, und auch Accessoires wie Mützen und Halstücher landen häufig auf dem Ladentisch. «Das kalte Wetter hat sehr geholfen», stellt Globus-Sprecher Jürg Welti fest. Das weihnächtliche Wetter mache Lust auf einen Einkaufsbummel, sagt Madeleine Elmer vom Berner Warenhaus Loeb. Gut verkaufen sich dieses Jahr auch bewährte Weihnachtsgeschenke: Parfüme, Bijouterieartikel und Spielzeuge. Beim Spielzeug hat Manor-Sprecherin Elle Steinbrecher einen Trend ausgemacht: Viele Kinder wünschen sich den elektronischen Hamster Zhu-zhu unter dem Weihnachtsbaum. Beliebt ist auch Kinect, ein Gerät, mit dem durch Körperbewegungen auf der Videokonsole Xbox 360 gespielt werden kann. Die drei Warenhausketten sind zufrieden mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft. Der positive Tenor bestätigt eine Umfrage der Beratungsfirma Ernst & Young: Durchschnittlich 301 Franken wollen Schweizerinnen und Schweizer demnach dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind 34 Franken mehr als letztes Jahr. Stabiler Konsum Die Konsumentinnen und Konsumenten waren schon das ganze Jahr über eine wichtige Stütze für die Schweizer Wirtschaft. Zwar waren sie gemäss der letzten Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Oktober etwas weniger ausgabefreudig als noch im Sommer - die Stimmung war aber dennoch deutlich besser als ein Jahr zuvor. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft werde ein guter Abschluss für ein gutes Jahr, sagt Thomas Stocker von der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel. Gemäss BAK wird der Detailhandel 2,3 Prozent mehr umsetzen als 2009. Der Privatkonsum insgesamt dürfte aus Sicht der Bank UBS um 1,8 Prozent steigen - das SECO rechnet mit 1,7 Prozent. Den robusten Konsum führen Experten unter anderem auf die bessere Situation auf dem Arbeitsmarkt zurück. Wer seine Stelle verliert oder Angst vor einem Stellenverlust hat, gibt weniger Geld aus. «Die Leute realisieren, dass die Krise vorüber ist», sagt Caesar Lack von der UBS. Die wirtschaftliche Erholung werde sichtbar, erklärt BAK- Experte Stocker. Die Steigerung hat aber nicht nur psychologische Ursachen: Die Bevölkerung wächst, und damit auch der Konsum. «Mit jeder Person, die einwandert, erhält die Schweiz eine neue Konsumentin oder einen neuen Konsumenten», erklärt Damian Künzi von der Bank Credit Suisse.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch