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Visilab ergreift Massnahmen wegen starkem Franken Einstellungsstopp und Verbilligung von Brillen und Gläsern

Visilab greift wegen der Frankenstärke durch: Die grösste Optikgruppe der Schweiz verhängt ab sofort einen Einstellungsstopp und senkt die Preise für Gläser und ein Drittel der Brillen markant.

Entlassungen sind nicht vorgesehen. «Leute, die gehen werden nicht mehr ersetzt», sagte Visilab- Gründer Daniel Mori am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Die 126 Lehrlinge seien davon aber nicht betroffen. Man halte an der Ausbildung junger Leute fest. Normalerweise gehen bei Visilab 3 bis 5 Prozent der Angestellten pro Jahr. Bei rund 800 Mitarbeitenden würden somit durch den Einstellungsstopp bis zu 40 Stellen abgebaut, sagte Mori am Rande im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. «Wir müssen vorsichtig sein», sagte der Verwaltungsratspräsident. Die Gruppe leide unter dem Wegfall der Brillenzuschüsse aus der Krankengrundversicherung seit Anfang Jahr. Viele Kunden hätten ihre Brillenkäufe vorgezogen. Im Dezember waren deshalb die Umsätze um 40 Prozent hochgeschossen. Einbruch wegen Frankenstärke Zudem mache Visilab seit Juni die steile Aufwertung des Frankens massiv zu schaffen. In den Läden in grenznahen Einkaufszentren seien die Verkäufe um bis zu 20 Prozent eingebrochen, sagte Mori. Die Leute gingen im Ausland einkaufen. Auf der anderen Seite der Grenze seien die Verkäufe der Optiker um bis zu 80 Prozent gestiegen. Gleichzeitig müsse Visilab auch die im Euro-Raum gekauften Brillengestelle und Gläser in Franken bezahlen. Man sei in Gesprächen mit den Schweizer Lieferanten, sagte Mori. Preise massiv gesenkt Insgesamt sei der Umsatz im ersten Halbjahr um 2 Prozent gesunken. Auf vergleichbarer Basis, das heisst ohne Neueröffnungen von Läden, sei der Umsatz um 7 Prozent geschrumpft, sagte Mori, ohne Zahlen nennen zu wollen. Damit befinde sich Visilab im Branchendurchschnitt. Im vergangenen Jahr hatte die 1988 gegründete Gruppe ein Rekordergebnis erwirtschaftet: Der Umsatz kletterte um gut 10 Prozent auf 211 Millionen Franken. Unter dem Strich verdiente Visilab vor Steuern rund 17 Millionen Franken, wie Mori der SDA sagte. Um die Verkäufe wieder anzukurbeln, senke die Gruppe bis Ende November die Preise für ein Drittel des Brillensortiments um 30 Prozent und für die Gläser um 20 Prozent. Damit seien die Preise in etwa auf dem Niveau des Auslands, sagte Mori. Wieviel Umsatz die Aktion koste, könne er erst Ende November sagen.

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