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Valartis kann Vorjahresniveau nicht halten Die Bank macht 83 Prozent weniger Gewinn

Die einst hauptsächlich als Börsenhändlerin tätige Valartis-Gruppe kann nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen.

Die Bank schreibt nach 62,8 Millionen Franken im 2009 im vergangenen Jahr nur noch 10,9 Millionen Franken Gewinn, wie am Dienstag bekannt wurde. Grund für den Gewinneinbruch von 83 Prozent ist insbesondere das schleppende Handelsgeschäft. Nach einem aussergewöhnlich guten Ergebnis von 77,6 Millionen Franken im 2009 resultierte im vergangenen Jahr ein Verlust von fast 7 Millionen Franken. Insgesamt weist die Bank einen Geschäftsertrag von 122,8 Millionen Franken aus. Das entspricht einem Minus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bank ächzte unter dem starken Franken, der zu erheblichen Preisabschlägen in der Marktbewertung des Obligationenportefeuilles der Gruppe geführt habe, begründet Valartis den Rückgang im Handelsgeschäft. Immerhin habe man nach einem Verlust von 17 Millionen Franken im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte den Verlust mit einem Plus von 10,1 Millionen Franken eindämmen können. Die ungünstigen Wechselkursbedingungen gegenüber dem Euro und dem Dollar seien auch der Grund für den Rückgang der verwalteten Vermögen, teilt die Bank weiter mit. Diese gingen von 6,38 Milliarden auf 6,28 Milliarden Franken zurück - selbst wenn Valartis Nettoneugelder in der Höhe von 220 Millionen Franken zugeflossen sind. Ausbau des Private Banking hilft Kräftig gewachsen ist dafür das Zins- und Kommissionsgeschäft. Dies hat insbesondere mit dem Ausbau der Private Banking Aktivitäten und der damit zusammenhängenden Integration der Valartis Banken Austria und Liechtenstein sowie dem Kauf der Valartis Bonus Card AG zu tun. Die Nettozinseinnahmen stiegen deutlich um 25,8 Millionen Franken auf 53,5 Millionen Franken. Gleichzeitig sind die Erträge aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft innert Jahresfrist von 42 Millionen auf 54,7 Millionen Franken gestiegen. Per Ende 2010 wies die Bank flüssige Mittel von 517 Millionen Franken aus. Dies entspricht gemäss Valartis einem Fünftel der Bilanzsumme. Das Eigenkapital der Gruppe beträgt 336,7 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote lag damit per Ende 2010 bei 13,8 Prozent. Da die Bankleitung die Eigenmittel stärken will - auch vor dem Hintergrund neuer Bankenregulierungen - wird eine unveränderte Dividende von 50 Rappen je Aktie vorgeschlagen.

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