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US-Industrie kommt in Fahrt - Rezessionssorgen ebben ab

New York Die Geschäfte in der US-Industrie liefen im August deutlich besser als erwartet.

Dies schürt Hoffnungen, dass sich die weltgrösste Volkswirtschaft weiter erholt und nicht wieder in die Rezession rutscht. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US- Einkaufsmanager stieg auf 56,3 von 55,5 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang auf 53,0 Punkte gerechnet. Ab Werten von 50 Zählern signalisiert das Barometer Wachstum. Die Firmen erhielten abermals mehr Aufträge als im Vormonat, das Wachstum fiel jedoch so gering aus wie zuletzt im Juni 2009. Dafür stellten die Unternehmen mehr ein. Zuletzt hatten eher enttäuschende Konjunkturdaten an den Finanzmärkten Sorgen geschürt, dass die Erholung der US-Wirtschaft deutlich an Fahrt verliert. Experten reagierten überrascht auf die positiven Zahlen aus der Industrie, zumal regionale Daten einen Rückschlag nahegelegt hatten. «Dass sich dieser wichtige Geschäftsklimaindikator im August entgegen allen Befürchtungen verbessert hat, dämpft die Sorge über einen Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession», sagte Fabienne Riefer von der Postbank. James Knightley von Global Economics ING geht allerdings nach wie vor nur von einer schwachen Erholung aus. Maue Daten vom Arbeitsmarkt Eher durchwachsende Konjunktursignale kamen vom Arbeitsmarkt und von der Immobilienbranche. Denn die US-Privatwirtschaft baute im August überraschend wieder Stellen ab. Nach einer Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP verringerte sich die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 10'000. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 19'000 gerechnet. Das ist der erste Rückgang seit Januar. Fachleute blicken nun mit Spannung auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht für August, der Freitag ansteht. Am Häusermarkt zeigte sich die Zurückhaltung der Amerikaner: Die Bauausgaben sanken im Juli um ein Prozent und somit doppelt so stark wie erwartet. Damit erreichten die Ausgaben nach Angaben des US- Handelsministeriums aufs Jahr hochgerechnet eine Summe von 805,2 Mrd. Euro. Dies sei das niedrigste Niveau seit Juli 2000, hiess es.

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