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Unternehmer Rolf Erb vor Bezirksgericht Winterthur

Der Prozess zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Pleite der Erb-Gruppe von 2003 hat am Montagmorgen begonnen.

Rolf Erb, Sohn des Mitte 2003 verstorbenen Firmengründers Hugo Erb, muss sich wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Gläubigerschädigung vor dem Winterthurer Bezirksgericht verantworten. Bereits 45 Minuten vor Beginn der Hauptverhandlung erschienen die ersten Interessierten und Medienvertreter beim Bezirksgebäude, um sich einen Platz zu ergattern - im Verhandlungssaal oder in einem zweiten Saal, in den der Prozess mit Bild und Ton übertragen wird. Die Staatsanwaltschaft wirft dem letzten operativen Leiter des Familienimperiums vor, er habe jahrelang die Banken mit manipulierten Bilanzen getäuscht. Er soll verschleiert haben, dass die Unternehmen der Firmengruppe längst überschuldet waren. Zudem habe er Vermögenswerte dem Zugriff der Gläubiger entzogen. Als sich das Ende des Imperiums und sein Privatkonkurs längst abgezeichnet hätten, habe er das in Firmenbesitz befindliche Schloss Eugensberg in Selenstein TG im Wert von 27 Millionen Franken auf sich überschrieben. Dann habe er es zusammen mit weiteren Liegenschaften und Aktien im Wert von knapp 10 Millionen Franken seiner Partnerin und seinen einjährigen Zwillingen geschenkt. Letzte Woche bemühte sich der 60-jährige Beschuldigte um eine Verschiebung des Prozesses. Er wolle seine zwei Pflichtverteidiger durch zwei Verteidiger seiner Wahl ersetzen, meldete er dem Gericht. Diese neuen Anwälte brauchten nun aber Zeit, um sich in die umfangreichen Akten einlesen zu können. Er habe erst jetzt von Dritten das Geld für die Anwälte erhalten, begründete er die kurzfristige Aktion. Das Gericht war aber nicht bereit, den Prozess, für den zwei Wochen eingeplant sind, zu verschieben.

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