Zum Hauptinhalt springen

«Wie zu Zeiten der analogen Internetmodems»

Die SBB wollen Mobilfunk und Internetzugang in Zügen verbessern. Warum die Leitung trotz Verstärkern nicht auf Touren kommt, erklärt Rolf Hofstetter, Professor für Übertragungstechnik an der HTW Chur.

Olivia Raths
Noch bis im Sommer 2014 WLAN in den Businesswagen der 1. Klasse: Ein Mann arbeitet in einem Intercity der SBB an seinem Laptop. (27. November 2009)
Noch bis im Sommer 2014 WLAN in den Businesswagen der 1. Klasse: Ein Mann arbeitet in einem Intercity der SBB an seinem Laptop. (27. November 2009)
Gaëtan Bally, Keystone
WLAN am Bahnhof: Ein Mann studiert auf einem iPad am Hauptbahnhof Zürich den Fahrplan. (6. Oktober 2010)
WLAN am Bahnhof: Ein Mann studiert auf einem iPad am Hauptbahnhof Zürich den Fahrplan. (6. Oktober 2010)
Martin Rütschi, Keystone
1 / 4

Herr Hofstetter, wie komplex ist der Einbau von Mobilfunkverstärkern in Zügen?

Der Einbau ist komplexer als etwa bei Gebäuden, denn Züge bewegen sich in mehreren Funksystemen. Reichte es früher, wenn die Verstärker GSM-kompatibel waren, müssen sie heute auch tauglich für die Systeme 2G, 3G, 4G und LTE sein. Ein Problem ist zudem die Rückkoppelung des Signals. Auf der Aussenseite des Zugs befindet sich eine Antenne, die das Signal in den Wagen hineinträgt, wo es abgestrahlt wird. In Tunneln kann es passieren, dass das Signal nicht gänzlich abgestrahlt wird und so wieder mit der Aussenantenne in Kontakt kommt. Dadurch wird es wieder verstärkt, was den Datenverkehr stört.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen