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Wallstreet klar im Minus

Der freie Fall der Börsenkurse in Europa und Asien hat auch in den USA einen Ausverkauf ausgelöst.

Besonders Finanz-, Energie- und Technologietitel gaben nach. Verstärkt wurde der Abwärtstrend Analysten zufolge durch die Aktienverkäufe grosser Fonds.

Im Vergleich zu den Kurseinbrüchen rund um den Globus hielten sich die Verluste in New York jedoch in Grenzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,6 Prozent im Minus bei 8378 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 8187 und 8683 Zählern.

Der breiter gefasste S&P-500 fiel 3,5 Prozent auf 876 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 3,2 Prozent nach auf 1552 Punkte. Im Wochenverlauf verlor der Dow 5,4 Prozent, der S&P500 6,8 Prozent und die Nasdaq 9,3 Prozent.

Eine beispiellose Welle von Gewinnwarnungen internationaler Konzerne wie Sony und Renault hatte zuvor zu Kurseinbrüchen rund um den Globus geführt.

In Frankfurt schloss der Dax 5 Prozent tiefer bei 4295 Punkten und damit so niedrig wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Die Börsen von Tokio bis London lagen zeitweise mehr als 10 Prozent im Minus. Wegen zu starker Verluste musste der vorbörsliche US- Aktienhandel vorübergehend eingefroren werden.

Angst vor weltweiter Rezession

Bei Händlern rückten infolge des globalen Abwärtstrends erneut Sorgen um eine weltweite Rezession in den Blickpunkt.

Wie in Europa zählten auch in den USA Finanztitel zu den grössten Verlieren. Händler fürchten, dass viele Kreditnehmer infolge einer weltweiten Rezession ihre Raten nicht mehr bezahlen können.

Die Aktien der Bank of America verbilligten sich um 8,4 Prozent. Die Papiere der Citigroup fielen um 7,4 Prozent und die Titel von Goldman-Sachs schlossen 7,5 Prozent im Minus.

Die Aktie des Versicherungskonzerns AIG brach um 19 Prozent ein, nachdem das mit staatlicher Hilfe vor der Pleite gerettete Unternehmen einen weiteren Kapitalbedarf nicht ausgeschlossen hatte. AIG hatte von der US-Regierung Mitte September bereits Nothilfen in Höhe von 85 Milliarden Dollar erhalten.

Verluste für Energietitel

Der gefallene Ölpreis, der auf rund 65 Dollar für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl sank, bescherte Energietiteln Verluste. Börsenschwergewicht Exxon Mobile fiel um 1,9 Prozent, Chevron um 4,3 Prozent.

Die Anteile des US-Autobauers General Motors gaben um 2,5 Prozent nach. Analysten halten den sich abzeichnenden Zusammenschluss mit der früheren Daimler-Tochter Chrysler für einen Akt der Verzweiflung. Chrysler kündigte zudem an, wegen der beispiellos schwierigen Marktbedingungen weitere 5000 Mitarbeiter zu entlassen. Politiker forderten weitere Staatshilfen für die kriselnde Branche.

Aktien des weltgrössten Softwarekonzerns Microsoft gaben 1,6 Prozent ab. Die Firma machte im abgelaufenen Quartal mehr Gewinn als im Vorjahr, senkte aber seine Prognosen für 2008 und kündigte Sparmassnahmen an. Auch die Titel von IBM gaben 2,7 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,58 Milliarden Aktien den Besitzer. 561 Werte legten zu, 2552 gaben nach und 51 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,65 Milliarden Aktien 566 im Plus, 1713 im Minus und 91 unverändert. An den US- Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 102- 11/32 nach. Sie rentierten mit 3,710 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 10/32 auf 107-11/32 und hatten eine Rendite von 4,069 Prozent.

SDA/vin

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