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Von der Hasler AG zur Ascom – ein Nachruf auf die einstige Industriestadt Bern

Die Ascom ist seit Dienstag in Bern Geschichte. An ihrem Gründungsort hat sie jetzt keine Mitarbeiter mehr. Der Weg der Ascom ist ein Lehrstück, wie ein Unternehmen straucheln kann, wenn es zu lange an staatlichen Krücken geht.

1957:  Hasler bezieht das riesige Fabrikationsgebäude in der Bodenweid.
1957: Hasler bezieht das riesige Fabrikationsgebäude in der Bodenweid.
zvg
60er-Jahre: Bis zu 6000 Angestellte arbeiten hier  für Hasler.
60er-Jahre: Bis zu 6000 Angestellte arbeiten hier für Hasler.
Rolf Schertenleib
Ascom-Chef Fritz Mumenthaler machte gestern einen Rundgang im verkauften Geschäftsbereich «öffentliche Sicherheit».
Ascom-Chef Fritz Mumenthaler machte gestern einen Rundgang im verkauften Geschäftsbereich «öffentliche Sicherheit».
Christian Pfander
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Es ist das Ende einer Berner Epoche. Indem der Telecomzulieferer Ascom nun seinen in der Stadt Bern angesiedelten Bereich «öffentliche Sicherheit» verkauft, verlässt der letzte industrielle Berner Traditionsbetrieb die Bundesstadt. Aufstieg und Niedergang der einstigen Industriestadt Bern spiegeln sich exemplarisch in der Ascom-Firmengeschichte. Diese handelt auch davon, dass sich Firmen in der Bundesstadt gern auf die Krücken des Staats stützen. Und an den Herausforderungen der Moderne zerbrechen, wenn sie zu lange vom rauen Wind des freien Markts verschont werden.

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