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Viel investiert, alles verloren

Der Neubau des Zürcher Brunauparks ist ein lukratives Geschäft für die Pensionskasse Credit Suisse. Mieter und Gewerbler fühlen sich getäuscht, für einige zerbricht eine Welt.

Hat seinen Coiffeursalon mit viel Geld aufgebaut: Der Kosovare Orhan Sylqevci. Foto: Andrea Zahler

Hat seinen Coiffeursalon mit viel Geld aufgebaut: Der Kosovare Orhan Sylqevci. Foto: Andrea Zahler

Martin Sturzenegger@Marsjournal

Aviva Lindecker tritt auf den Balkon und betrachtet den grünen Innenhof, einen kürzlich erbauten Spielplatz, die umliegenden Gebäude, deren Mieter sie alle beim Namen kennt: «Das alles», sagt Lindecker, «wollen sie uns wegnehmen.» Die Stimme der 73-Jährigen überschlägt sich, eine Träne kullert ihr über die Wange. Die Baugespanne sind bereits aufgestellt und ragen wie Speere in die Höhe. Sie stehen für das, was niemand im Brunaupark wahrhaben will: Vier der fünf Gebäude werden abgerissen. Letzte Totalsanierung: vor acht Jahren. Es geht um 239 Wohnungen, rund 400 Mieterinnen und Mieter sind betroffen. Die meisten haben Ende März die Kündigung erhalten – so auch Aviva Lindecker und ihr Ehemann Nicolas.

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