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Vermögensberater auf dem Radar der Steuerfahnder

Renzo Gadola ist kein Einzelfall: Die US-Justiz verfolgte mehrere UBS-Banker.

Als Renzo Gadola am 8. November verhaftet wurde, gab er sich selbstsicher. Er wies seine Akkreditierung der Börsenaufsicht SEC vor und erklärte, es müsse sich um ein Missverständnis handeln, da er legitim als Vermögensberater in den USA tätig sei. Auch beim ersten Gerichtstermin beteuerte er seine Unschuld. Doch eine Woche später, am 22. Dezember, sah es völlig anders aus: Konfrontiert mit heimlich mitgeschnittenen Telefongesprächen, die seine Komplizenschaft beim Steuerbetrug belegten, plädierte er auf schuldig und wurde umgehend verurteilt. Dank seiner Kooperation mit der Justiz kann er auf eine vergleichsweise milde Strafe hoffen.

Für Gadola dürfte das Abenteuer relativ glimpflich ausgehen. Nicht aber für andere Vermögensverwalter, die wie er selbst nach Auffliegen der illegalen Machenschaften der UBS noch immer reichen Amerikanern beim Hinterziehen von grossen Vermögen behilflich sind. Eine Umfrage des «Tages-Anzeigers» bei führenden Steueranwälten in den USA deutet auf eine Verlagerung des Geschäfts zu kleineren, selbstständigen Vermögensberatern hin, die früher unter anderem bei der UBS arbeiteten.

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