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Überraschender Abgang bei der VP Bank

Das liechtensteinische Geldinstitut trennt sich überraschend von Konzernchef Alfred Moeckli.

Rückläufiges Konzernergebnis 2018: Alfred W. Moeckli wird an der Spitze abgelöst. (7. März 2017)
Rückläufiges Konzernergebnis 2018: Alfred W. Moeckli wird an der Spitze abgelöst. (7. März 2017)
Siggi Bucher, Keystone

Bei der liechtensteinischen VP Bank kommt es zu einem abrupten Wechsel an der Konzernspitze. Unternehmenschef Alfred Moeckli verlasse die Bank per Ende Januar 2019, teilte das Institut am Dienstag mit. Interimistisch übernimmt Chief Operating Officer Urs Monstein die Konzernleitung.

Der Verwaltungsrat und Alfred Moeckli hätten sich entschieden, ihre Zusammenarbeit nicht weiter fortzusetzen, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolge aber einvernehmlich im Rahmen einer vorgezogenen, altersbedingten Nachfolgeplanung. Der Verwaltungsrat danke Moeckli denn auch für seine Verdienste und sein grosses Engagement, hiess es in der Mitteilung weiter.

Nicht bis Pensionsalter

Der heute 58-jährige Moeckli habe bereits früher gesagt, dass er die Aufgabe nicht bis zum Pensionsalter machen werden, sagte auch eine VP-Bank Sprecherin auf Anfrage von AWP. Zu weiteren Gründen für den Entscheid wollte sie keine Angaben machen. Moeckli stand seit 2013 dem Group Executive Management der VP Bank Gruppe vor. Der Suchprozess für seine Nachfolge wurde gemäss Mitteilung bereits eingeleitet. Dabei würden sowohl interne als auch externe Kandidaturen evaluiert, schrieb die Bank weiter.

Der Verwaltungsrat danke Moeckli «für seine Verdienste und sein grosses Engagement», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Moeckli habe «massgeblich zu einer erfolgreichen Positionierung der VP Bank im veränderten Umfeld der Finanzdienstleistungsbranche beigetragen und die Profitabilität erhöht.»

Spekulationen

Vergangene Woche hatte die VP Bank einen rückläufigen Gewinn für das Jahr 2018 angekündigt. Mit dem Gewinnrückgang habe der Abgang Moecklis allerdings keinen Zusammenhang, sagte die VP Bank-Sprecherin. Ebenso wenig habe der Abgang mit einem seit längerem schwelenden Rechtsstreit in Russland zu tun. Das Institut sieht sich dort mit Geldforderungen in Millionenhöhe konfrontiert und hatte im vergangenen Herbst die Niederlassung geschlossen.

Für die meisten Beobachter erfolgt der Abgang überraschend. Der Analyst der Zürcher Kantonalbank kann sich in einem ersten Kommentar vorstellen, dass es zwischen dem CEO und dem Verwaltungsrat zu Differenzen bezüglich einer möglichen Übernahme gekommen sei. Die letzte grössere Akquisition der VP Bank liege bereits vier Jahre zurück, obwohl die Bank rund 400 Millionen Franken Überschusskapital habe.

SDA/fal

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