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UBS-Aktie verliert erneut an Boden

Gestern war die UBS noch 59 Milliarden Franken wert, heute – nach weiteren Kursabgaben – pendelt sie zwischen 53 und 56 Milliarden.

Börsenhändler im Stress: Schockwellen erschüttern die Aktienmärkte.
Börsenhändler im Stress: Schockwellen erschüttern die Aktienmärkte.
Keystone

Die UBS-Aktien verloren in den ersten Handelsminuten über 10 Prozent, haben sich inzwischen aber auf tiefem Niveau stabilisiert. Credit Suisse notieren 2,6 Prozent und Julius Bär 1,6 Prozent tiefer. Der SMI steht mit 0,8 Prozent im Minus.

Händler rechnen aufgrund der schlechten Stimmung mit weiteren Abgaben. «Der Himmel über den Märkten ist total bewölkt», sagte ein Händler. Faktoren wie etwa der sinkende Ölpreis oder die fallenden Rohstoffkosten würden nun nicht mehr als entlastend empfunden, sondern als Zeichen für eine weltweite Rezession interpretiert. Die Stimmung sei sehr negativ.

Versicherer im Sog von AIG

Stark belastet sind wiederum auch die Aktien des Rückversicherers Swiss Re, welche 6,7 Prozent auf 58.00 Franken verloren. Die Titel der Versicherer Zurich, Bâloise und Swiss Life sanken bis zu zwei Prozent.

Neben den Schwierigkeiten der Investmentbanken, welche weiterhin negativ auf die Märkte wirken, richtet sich der Fokus am Dienstag verstärkt auf den US-Versicherer American International Group (AIG). Die Ratingagenturen Fitch Ratings Service, S&P und Moody's haben die Kreditwürdigkeit von AIG abgestuft und der Konzern braucht dringend frisches Kapital.

Medienberichten zufolge benötigt der angeschlagene Riese rasch zwischen 40 und 75 Milliarden Dollar an Kapitalspritzen und Krediten. Auch die grösste US-Sparkasse, Washington Mutual, kämpft mit schweren Problemen und gilt als Übernahmekandidat.

Auch Asien taucht

Die Schockwellen der Bankenkrise haben auch Kurseinbrüche in Japan und an den anderen Börsen in Asien und im Pazifikraum ausgelöst. Der Nikkei ging bei 11'609 Punkten (-4,95 Prozent) aus dem Handel und damit auf dem tiefsten Stand seit Juli 2005. Gebeutelt wurden an der Börse in Tokio vor allem die drei führenden Banken Japans: Die Titel von Branchenprimus Mitsubishi UFJ gaben 7,7 Prozent nach, und die Aktien der Konkurrenten Mizuho und Sumitomo Mitsui verloren sogar jeweils um die zehn Prozent an Wert.

Die japanische Zentralbank versuchte unterdessen am Dienstag, die Märkte zu stabilisieren. Am Montag hatten bereits die Notenbanken in Europa eingegriffen. Die Bank of Japan pumpte 1,5 Billionen Yen (16 Mrd. Franken) in den Geldmarkt.

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