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UBS-Affäre: Ehemaliger Fussballprofi gesteht Steuerhinterziehung

In den USA hat ein weiterer Ex-Kunde der Bank UBS vor einem Gericht gestanden, dass er Steuern hinterzogen habe. Der Mann ist kein Unbekannter.

Leonid Zaltsberg, der früher für die Sowjetunion in der Fussballnationalmannschaft gespielt hatte, bekannte sich schuldig, den Steuerbehörden ein Konto in Panama verschwiegen zu haben. Vor einem Bundesrichter in Newark im Bundesstaat New Jersey gab Zaltsberg an, er habe so 2,6 Millionen Dollar vor den US-Behörden versteckt, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag berichtete.

Der 75-jährige gab an, das Panama-Konto mit Hilfe eines UBS-Bankers und eines Schweizer Anwalts im Jahre 2000 eröffnet und die Existenz des Kontos 2003 beim Ausfüllen des Steuerformulars verschwiegen zu haben. Zaltsberg willigte ein, 1,3 Millionen Dollar Busse zu zahlen. Er wurde nach Zahlung einer Kaution von 750'000 Dollar auf freien Fuss gesetzt. Sein Prozess soll am 17. November beginnen. Bei einer Verurteilung drohen dem US-Bürger bis zu drei Jahre Haft.

Sein Anwalt, James di Pietro, will eine Bewährungsstrafe erreichen. Der 75-Jährige sei krebskrank und habe sich bislang in seinem ganzen Leben nichts zu Schulden lassen argumentierte di Pietro. Zaltsberg war während Sowietzeiten ein erfolgreicher Fussballer und nahm nach Angaben des Anwalts in den 1960er Jahren für die Sowietunion gar an einer Fussball-Weltmeisterschaft teil. 1989 emigrierte der Ukrainer in die USA und wurde später US-Bürger. Mehrere US-Bürger haben sich bereits schuldig bekannt, mit Hilfe der UBS in den USA Steuern hinterzogen zu haben.

SDA/sam

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